Comedy-Marathon Neun Comedians sorgten für elfte „Komische Nacht“ in Osnabrück

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Osnabrück. Die elfte „Komische Nacht“ in Osnabrück hat neun Comedians und Kabarettisten in neun Clubs und Bars der Stadt gebracht.

Als „Gastro übergreifendes Event“ betiteln die Veranstalter den bereits zum elften Mal in Osnabrück stattfindenden Comedy-Marathon , der nicht nur in der Hasestadt, sondern beispielsweise auch im benachbarten Münster, Bielefeld, Mainz, Hildesheim, Essen und vielen weiteren Städten regelmäßig organisiert wird.

Die dabei auftretenden Künstler haben sich in renommierten Comedy-Formaten wie dem Quatsch Comedy Club oder Nightwash einen Namen gemacht und wissen, wie man ein Publikum unterhält.

Künstler wandern zwischen den Locations

Schauplätze waren das Blue Note, das Filmtheater Hasetor, das Haus der Jugend, die Lagerhalle, Café & Bar Celona, Café Extrablatt, Grüne Jäger, Kleine Freiheit und das Lutherhaus. Mit dabei waren die Komiker Benni Stark, Brian O’Gott, Christoph Reuter, Costa Meronianakis, Jacqueline Feldmann, Niko Formanek, Soso, Stefan Danziger und Thomas Nicolai.

Was fürs Erste reizüberflutend klingt, ist für den Zuschauer aber recht bequem: Die Künstler sind es, die von einer Location zur nächsten wandern, während sich die Besucher eine Eintrittskarte für ihren bevorzugten Veranstaltungsort sichern und dort von fünf der insgesamt neun Entertainer für jeweils 25 Minuten unterhalten werden. Damit ist es zwar nicht möglich, alle neun Comedians tatsächlich live zu erleben, ein rechtzeitiger Blick ins Programm hilft aber bei der Auswahl des richtigen Ladens.

Costa Meronianakis in der Kleinen Freiheit

Die Kleine Freiheit beispielsweise bot ein abwechslungsreiches Programm, das mit dem Griechen Costa Meronianakis zunächst drohte, sich mit Stereotypenhumor rund um Ausländer- und Genderklischees zu begnügen. Dies hebelte der Künstler jedoch mit der smarten Aussage aus, es sei 2016, da seien ebendiese Klischees längst überholt.

Stattdessen erzählte er seine eigene überspitzte Geschichte von einer Kindheit als griechisches Kind nahe Hameln, dem Umzug nach Frankfurt und dort ansässigen Tauben, der er eine Zugehörigkeit zum organisierten Verbrechen attestierte. Um seine eigene Herkunft kam er bei seinen Gags jedoch nicht herum: „Wir Griechen haben ja Leute wie Pythagoras hervorgebracht, da denken alle, wir wären gut im Rechnen. Wer sich die Finanzkrise ansieht, weiß, dass das wohl nicht so ist.“

Bewusstsein für eigene Musikalität

Christoph Reuter ging im Anschluss einen ganz anderen Weg und gestaltete seine Show als Schulstunde, die er mit einem E-Piano bestritt. Dabei wollte er dem Publikum auf humoristische Weise nahebringen, dass jeder musikalisch ist, indem er nach und nach bekannte Songs und Themen anspielte, die jeder kennt und automatisch mitsingen kann, oder unterschiedliche Tongeschlechter spielte und das Publikum identifizieren ließ, ob sie traurig oder fröhlich klangen. Dabei schaffte er ein Bewusstsein für die eigene Musikalität.

Intelligentes Kabarett

Der Wiener Künstler Niko Formanek erzählte im Anschluss von den Highs und Lows eines 30-jährigen Ehe- und Familienlebens, der nach Österreich emigrierte Afrikaner Soso wiederum mit bitterbösem Humor vom Leben als Migrant in Wien und den dazugehörigen sprachlichen wie sozialen Barrieren.

Den Abschluss des zwar langen, aber durchgehend unterhaltsamen Abends machte der Berliner Touristenführer Stefan Danziger, der mit Witzen über die europäische Kultur und Historie ein intelligentes Kabarett auf die Bühne brachte.


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