Demo vor dem Theater Flüchtlinge in Osnabrück fordern Solidarität mit Aleppo


Osnabrück. Am Donnerstagabend demonstrierten über hundert syrische Flüchtlinge am Theater gegen den Krieg in ihrer Heimat. Besonders die Position von Diktator Bashar al Assad und die ausländische Einmischung im Kampf um Aleppo sorgten für Aufregung.

Aleppo ist die „Hölle auf Erden“, wie es UN-Nothilfekoordinator Stephen O’Brien beschreibt. Seit Monaten wird um die Stadt gekämpft, tausende Menschen sterben oder flüchten. Am Donnerstagabend demonstrierten vor dem Theater über hundert Demonstranten gegen den Diktator und sein Regime. „Religion ist nicht das Problem“, sagte Ranja Kakarli. Die Syrerin ist vor drei Jahren aus Damaskus nach Osnabrück geflüchtet. „Das Problem ist die Diktatur.“ Sie sei geflohen, weil in ihrer Familie bereits mehrere Verwandte vom Regime verhaftet und verhört worden waren. Als alleinerziehende Mutter hatte sie Angst um ihre Sicherheit und um das Leben ihrer Kinder. Entsprechend fordert sie mit den Demonstranten die Entfernung Assads und des herrschenden Systems.

Gleichzeitig forderten die Demonstranten ein Ende der Kämpfe in ihrer Heimat. Besonders der Kampf um Aleppo steht derzeit im Mittelpunkt. Die in Aleppo verbliebene Bevölkerung ist ständigem Bombardement durch die syrische und russische Luftwaffe ausgesetzt, Wasser, Strom und Lebensmittel werden knapp, ganze Wohnblocks sind nur noch Schutt und Asche. Die Stadt wird seit mehreren Monaten fast durchgehend belagert. Entsprechend dringend sei es, dass sich die ausländischen Parteien aus dem Land zurückziehen. Aufgerufen zu der Demo hatte der Osnabrücker Verein EXIL.


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