Umweltschutzprojekt Italienische und französische Schüler an der IGS Osnabrück

Bürgermeisterin Karin Jabs-Kiesler begrüßte die Schüler der IGS und ihre Besucher aus Frankreich und Italien im Friedenssaal. Foto: Hermann PentermannBürgermeisterin Karin Jabs-Kiesler begrüßte die Schüler der IGS und ihre Besucher aus Frankreich und Italien im Friedenssaal. Foto: Hermann Pentermann

Osnabrück. Die Europa-AG der Integrierten Gesamtschule (IGS) hat in dieser Woche Besuch aus Frankreich und Italien. Die drei Schülergruppen beschäftigen sich in einem gemeinsamen Projekt mit Umweltschutz.

Was können wir für den Umweltschutz tun und wie können wir dabei von anderen lernen? Um diese Fragen geht es seit einem Jahr in der Europa-AG der IGS – und ebenso in ähnlichen Arbeitsgruppen am französischen Lycée Jacques Prévert in Saint-Christol-lès-Alès und dem italienischen Istituto Istruzione Superiore Virgilio in Empoli. Zum Auftakt des gemeinsamen Projekts unter dem Motto „European footprints towards future – local responsibilities“ (Europäische Fußstapfen in Richtung Zukunft – lokale Verantwortung) haben sich die betreuenden Lehrer im August vergangenen Jahres getroffen. Im Mai waren dann Schüler aus Deutschland und Italien zu einem ersten gemeinsamen Treffen in Frankreich, nun tauschen sich die Jugendlichen und ihre Lehrer in Osnabrück aus.

Ideen abgeschaut

Die Gruppen würden viel voneinander lernen, sagt Henrik Radewald, der die AG mit Sabrina Buermann und Stefanie Töns leitet. „Wir haben viel aus Frankreich mitgebracht“, erklärt Radewald. Dort hätten Schüler Sammelboxen für fehlerhafte Kopien aufgestellt. Damit die Blätter nicht unbenutzt entsorgt werden müssen, werden sie zu Blöcken verarbeitet. Dieses Konzept sei nun auch an der IGS übernommen worden. Auch die Idee, Pappmülleimer für Papierabfälle aufzustellen, hätten die Schüler der AG abgeschaut. Es habe auch gemeinsame Aktionen gegeben, die von den Schülern in den jeweiligen Ländern umgesetzt wurden, sagt Radewald. So hätten die Schüler am „Buy Nothing Day“ im November, an dem das Konsumverhalten hinterfragt werden soll, Müll gesammelt.

Kultureller Austausch

Es gehe aber nicht ausschließlich um Umweltthemen, sagt der Lehrer. „Auch kultureller Austausch und der sprachliche Hintergrund werden behandelt.“ Im Programm für die Besucher steht außer Besuchen bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und im Klimahaus Bremerhaven auch eine Stadtrallye und viel Zeit in den Gastfamilien. Zum Auftakt wurden die Schüler der AG und ihre Besucher im Rathaus von Bürgermeisterin Karin Jabs-Kiesler begrüßt. Sie gab einen Einblick in die Geschichte des geeinten Europas und wünschte den Jugendlichen, dass durch den Besuch „ein tiefes Verständnis ohne Vorurteile“ entstehe und dankte den Lehrern für ihren Idealismus.

Gemeinsame Arbeit als Ergebnis

Am Anfang des nächsten Jahres ist noch ein Treffen in Empoli geplant. Als Ergebnis des Projekts, dass im Herbst 2017 endet, soll eine gemeinsame Arbeit stehen, sagt Radewald. „Wie genau die aussieht und wann sie fertig ist, können wir noch nicht sagen.“ Aber er verrät, dass bisher ein Computerspiel geplant ist, in dem es um Umweltschutz geht. Gefördert wird das gemeinsame Projekt durch das EU-Programm „Erasmus+“.


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