Grabungen in Osnabrück Funde aus Bronzezeit: Jasper fordert dauerhafte Ausstellung

Von Sebastian Philipp

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Die in Osnabrück ausgegrabenen Funde aus der Bronzezeit sollen demnächst befristet ausgestellt werden. Für Burkhard Jasper (CDU) ist das zu wenig. Foto: Michael GründelDie in Osnabrück ausgegrabenen Funde aus der Bronzezeit sollen demnächst befristet ausgestellt werden. Für Burkhard Jasper (CDU) ist das zu wenig. Foto: Michael Gründel

pm/sph Osnabrück. Die im Sommer dieses Jahres im Osnabrücker Stadtteil Lüstringen ausgegrabenen Funde aus der Bronzezeit sollen nach dem Willen des Landes demnächst befristet in Osnabrück ausgestellt werden. Das ist zu wenig, urteilt der CDU-Landtagsabgeordnete Burkhard Jasper in einer Pressemitteilung.

Darum geht es konkret: Im Juli haben Archäologen im Grabungsgebiet an der Sandforter Straße nahe dem Umspannwerk in Osnabrück-Lüstringen wertvolle Funde aus der Bronzezeit freigelegt – auf einer Fläche, die als Standort für ein Regenrückhaltebecken vorgesehen ist. Fast wären die Schmuckstücke damals wohl für immer in der Versenkung der Geschichte verschwunden, wenn sich nicht die Experten der Osnabrücker Stadt- und Kreisarchäologie um Leiter Bodo Zehm eingeschaltet hätten.

Pläne lagen nicht vor

Die Pläne aus dem Jahr 2006 für den Bau des Regenrückhaltebeckens lagen dem zuständigen Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) nicht vor und auch wissenschaftliche Hinweise auf mögliche Funde gab es offenbar nicht. Kurz bevor die Bagger anrückten, entdeckte ein von Zehm engagierter Sondengänger jedoch den Schmuck aus der Bronzezeit und ermöglichte somit erst die mittlerweile abgeschlossenen archäologischen Grabungen.

Ergebnisse sollen im Oktober präsentiert werden

Ende Oktober sollen die Ergebnisse vom NLD gemeinsam mit der Stadt Osnabrück in einer Pressekonferenz präsentiert werden. Das geht aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage Jaspers hervor, die unserer Redaktion vorliegt. In dem Schriftstück ist ebenfalls die Rede von einer „befristeten Präsentation“ der Funde in Osnabrück. Geht es nach Jasper, soll die Stadt jedoch die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die wertvollen Gegenstände nicht nur zeitweise, sondern dauerhaft im Kontext der Archäologie Osnabrücks gezeigt werden.


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