Hundehalterin gibt nicht auf Wurde Schäferhündin Gina nach Osnabrück vermittelt?

Von Carolin Hlawatsch


Melle/Osnabrück. Seit dem 5. November 2015 vermisst Bettina Zirolies aus Melle ihre Belgisch-Kanadische Schäferhündin Gina. Nach einem anonymen Anruf vermutet sie ihre Hündin nun bei einer Familie in Osnabrück.

„Wir geben Gina niemals auf“, ist Bettina Zirolies entschlossen. Zahlreichen Sichtungen ist sie bereits nachgegangen, darunter auch einer mutmaßlichen Wolfssichtung im Februar am Osnabrücker Limberg – denn Gina ähnelt in Größe und Fellfarbe ihren wilden Vorfahren und könnte somit mit einem Wolf verwechselt worden sein. „Von unserem Haus in Melle bis nach Osnabrück sind es keine 40 Kilometer. Die Strecke kann ein Hund doch locker zurücklegen“, sagt die Hundehalterin.

Auf Facebook gründete Bettina Zirolies eine Gruppe mit dem Titel „Wir suchen unsere Gina“. Fast 2500 Mal wurden ihre dortigen Aufrufe geteilt. 59 Tierschutzgruppen aus Deutschland und den Niederlanden sind über Gina informiert. Eine Tierschutzinitiative aus Nordrhein-Westfalen scheint die Suche aber zu untergraben. So vermutet es zumindest Bettina Zirolies.

Hinweis per E-Mail

Am 28. April bekam sie eine E-Mail, die aussagt, dass Hündin Gina bereits vor Weihnachten 2015 von besagter Tierschutzinitiative vermittelt worden sei. Die Verfasserin der E-Mail habe gute Kontakte zu den nordrhein-westfälischen Tierschützern und schon länger von der Vermittlung gewusst. „Als sie mitbekam, dass ich auch nach so langer Zeit die Suche nicht aufgebe, konnte sie sich meine Verzweiflung nicht mehr mit ansehen und informierte mich“, berichtet Bettina Zirolies, die inzwischen bei der Polizei Anzeige gegen unbekannt erstattet hat.

„Wenn ich nur wüsste, warum diese Tierschutzgruppe Gina nicht an mich zurückgegeben hat“, so Bettina Zirolies. Eine kleine Streiterei, die es mal zwischen ihr und der Gruppe gegeben habe, könne eigentlich nicht der Grund sein.

Anruf mit unterdrückter Nummer

Doch nun schöpft Bettina Zirolies neue Hoffnung. Auf ihren letzten Suchaufruf hin bekam sie einen Anruf mit unterdrückter Nummer. „Am Telefon teilte mir ein Mann mit, dass Gina sich bei einer Osnabrücker Familie mit zwei kleinen Kindern befände. Der Familienvater nehme den Hund mit zur Arbeit.“ Zirolies spekuliert, dass die Familie, die Gina aufgenommen hat, möglicherweise gar nicht weiß, dass der Hund gesucht wird. „Sonst würde man den Hund doch nicht mit an den Arbeitsplatz nehmen.“

Am 28. Oktober wird Gina sieben Jahre alt. Bettina Zirolies hofft, ihre Hündin dann wieder in die Arme schließen zu können. Für den entscheidenden Anhaltspunkt zahlt sie 1000 Euro Belohnung. Hinweise nimmt sie telefonisch entgegen unter 01523/3983541, oder per E-Mail an bettina.zirolies@gmx.de .


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