Symbol für die vier Jahreszeiten Landfrauen übergeben Erntekrone an Osnabrücker Landrat

Von Andre Pottebaum

„Dank für eine gute Ernte“ brachten die Landfrauen aus der Region Osnabrück mit der Übergabe der Erntekrone an Landrat Michael Lübbersmann (CDU) zum Ausdruck. Seit 2002 wird die Erntekrone traditionell an eine Persönlichkeit im oder aus dem Osnabrücker Land überreicht. Foto: Elvira Parton„Dank für eine gute Ernte“ brachten die Landfrauen aus der Region Osnabrück mit der Übergabe der Erntekrone an Landrat Michael Lübbersmann (CDU) zum Ausdruck. Seit 2002 wird die Erntekrone traditionell an eine Persönlichkeit im oder aus dem Osnabrücker Land überreicht. Foto: Elvira Parton

Osnabrück. Die Landfrauen der Region Osnabrück haben Landrat Michael Lübbersmann (CDU) stellvertretend für alle Bürger des Landkreises die Erntekrone überreicht. Sie steht symbolisch für die vier Jahreszeiten – der verbindende Kranz für das immer Wiederkehrende. Im Kreishaus Osnabrück am Schölerberg wurde die Erntekrone aufgehängt und ziert zum zweiten Mal nach 2003 den Sitz des Landrates des Landkreises Osnabrück.

„Erntedank ist für uns ein willkommener Anlass, Dank zu sagen. Dank für die geleistete Arbeit und erbrachtes Engagement“, sagt Monika Feil, Bezirksvorsitzende der Landfrauen für die Region Osnabrück. Seit 2002 wird die Erntekrone von den Landfrauen der Region traditionell an eine Persönlichkeit im oder aus dem Osnabrücker Land überreicht. Die Krone wird dabei im Wechsel zwischen den vier Kreisverbänden Melle, Bersenbrück, Wittlage und Osnabrück gebunden.

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Das Geflecht aus Roggen, Weizen, Hafer und Triticale (Kreuzung aus Roggen und Weizen) wurde im Foyer der Kreishauses Osnabrück am Schölerberg aufgehangen und von Landrat Michael Lübbersmann in Empfang genommen. Bereits 2003 fand die Erntekrone im Kreishaus Osnabrück Platz, welche an den damaligen Landrat Manfred Hugo (CDU) übergeben wurde. In diesem Jahr haben die Landfrauen aus Belm und Wallenhorst die Erntekrone gebunden. 2015 wurde die Erntekrone an die Meller Tafel überreicht.

Lebensmittelverschwendung zentrales Problem

Die Landfrauen der Region kritisieren die fehlende Wertschätzung von Lebensmitteln und wollen sich insbesondere der anhaltenden Lebensmittelverschwendung annehmen. „Für Landwirtsfamilien ist es schwer zu ertragen, wenn Produkte, die sie mit viel Sorgfalt und Mühe erstellt haben, zur Hälfte in den Müll wandern. Wir haben den Eindruck, viele Verbraucher sehen keinen Zusammenhang mehr zwischen den Lebensmitteln im Supermarkt und der landwirtschaftlichen Erzeugung. Wir Landfrauen wollen diese Entwicklung ändern“, sagt Monika Feil.

Ziel müsse es sein, Kinder und Erwachsene über die Lebensverhältnisse von Tieren in landwirtschaftlichen Betrieben sowie die Herstellung von Gemüse, Obst und Getreide aufzuklären und Einblicke in die Arbeit von Betrieben der Region zu ermöglichen, um zu zeigen, wie verantwortungsvoll mit Tieren und landwirtschaftlichen Produkten umgegangen wird. „Wir wollen, dass landwirtschaftliche Erzeugnisse wieder geschätzt werden. Menschen sollen wie früher ein schlechtes Gewissen bekommen, wenn sie Lebensmittel wegwerfen, die mit Herzblut und Leidenschaft erzeugt worden sind“, so Monika Feil.

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