400 Frauen arbeiten als Prostituierte Prostitution in Stadt und Landkreis Osnabrück: Zahlen und Fakten

Beamte der Polizei auf Streife im Rotlichtmilieu. Wie viele Prostituierte arbeiten in Stadt und Landkreis Osnabrück? Wo gehen sie anschaffen? Foto: Archiv/Hermann PentermannBeamte der Polizei auf Streife im Rotlichtmilieu. Wie viele Prostituierte arbeiten in Stadt und Landkreis Osnabrück? Wo gehen sie anschaffen? Foto: Archiv/Hermann Pentermann 

Osnabrück. Wie viele Prostituierte arbeiten in Stadt und Landkreis Osnabrück? Wo gehen sie anschaffen? Zuletzt hatte der Straßenstrich im Hasepark für Gesprächsstoff gesorgt. Dabei gehen die meisten Frauen anderswo dem Gewerbe nach.

  • Die Polizeiinspektion Osnabrück schätzt die Zahl der im Milieu tätigen Frauen im Bereich Stadt und Landkreis Osnabrück auf zirka 400.
  • 40 Prozent arbeiten in Wohnungen, knapp 35 Prozent in Bordellen oder bordellähnlichen Betrieben.
  • Etwa sieben Prozent suchen den Straßenstrich auf.
  • Zirka 17 Prozent machen Haus- oder Hotelbesuche oder verabreden sich zu Parkplatztreffs.
  • 14 Prozent der Prostituierten sind Deutsche, mehr als die Hälfte der Frauen kommt aus Rumänien und Bulgarien.

Anwohner des Haseparks hatten sich zuletzt über Kondome und andere Verschmutzungen beschwert. Der Großteil der Prostitution findet jedoch anderswo statt. (Weiterlesen: Diskussion über Straßenstrich in Osnabrück geht weiter)

Die Polizeiinspektion Osnabrück hat auf Anfrage unserer Redaktion Zahlen und Fakten zusammengetragen, die sich auf das Jahr 2015 beziehen. Im Bereich des Straßenstrichs an der Franz-Lenz-Straße/Hasepark arbeiten demnach rund 25 bis 30 Frauen regelmäßig zur Nachtzeit. (Weiterlesen: Straßenstrich im Hasepark: Eine Streetworkerin berichtet)

18 Prostitutionsstätten in Stadt und Landkreis

Die meisten Frauen arbeiten in Bordellen und Wohnungsbordellen. Die Anzahl der Bordelle und bordellähnlichen Betriebe liegt bei 18 Prostitutionsstätten mit etwa 140 Prostituierten in Stadt und Landkreis Osnabrück.

Es gibt circa 45 Wohnungsbordelle, davon 35 in der Stadt Osnabrück. In diesem Bereich arbeiten etwa 150 Prostituierte.

Nach Erkenntnissen der Polizei arbeiten rund 400 Frauen in Stadt und Landkreis Osnabrück in der Prostitution.

Der größte Teil von ihnen, nämlich 40 Prozent arbeitet in Wohnungen, knapp 35 Prozent gehen in Bordellen oder bordellähnlichen Betrieben anschaffen. Der Anteil der Frauen, die auf dem Straßenstrich arbeiten liegt bei etwa sieben Prozent. Zirka 17 Prozent machen Haus- oder Hotelbesuche oder verabreden sich zu Parkplatztreffs.

Zwischen 26 und 35 Jahren

Das Alter der Frauen liegt zwischen 26 und 35 Jahren. Die jüngeren Prostituierten stammen überwiegend aus Südosteuropa, die Prostituierten aus Deutschland, Thailand und Osteuropa haben ein höheres Durchschnittsalter.

14 Prozent der Prostituierten sind Deutsche, über die Hälfte der Frauen kommt aus Rumänien und Bulgarien.

Im Jahr 2015 gab es 22 Ermittlungsverfahren, die im Zusammenhang mit dem Prostitutionsmilieu stehen, darunter drei Verfahren wegen Menschenhandels zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung und fünf Verfahren wegen Zuhälterei.


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