Buntes Fest für alle Kinder Spiel und Spaß: Osnabrück feiert Weltkindertag


Osnabrück. Unter so freiem wie wolkenfreiem Himmel und dem Motto „Kindern ein Zuhause geben!“ veranstaltete die Stadt gemeinsam mit dem Verein Fokus zum diesjährigen Weltkindertag am Sonntag ein großes Musik- und Spielefest rund um den Markt vor dem Rathaus.

Zwanzig Organisationen, die auf ganz unterschiedliche Weise um das Kindeswohl bemüht sind und sich vielfältig für Kinder und Kinderrechte einsetzen, sorgten bei strahlendem Sommerwetter durch ein bunt gemischtes Informations-, Spiele und Mitnachangebot für jede Menge staunende und strahlende Kinderaugen.

Spielen im Großformat

Eine Hüpfburg lud zum Austoben ein, ein historisches Kinderkarussell aus dem Jahre 1895 nicht nur zum Elefantenreiten und am Umweltmobil Grashüpfer konnten Insekten gesucht und unter dem Mikroskop genauer inspiziert werden. Ferner durften die Kinder Teller, Tassen, Postkarten oder Leinwände bemalen, sich ihre eigenen Gesichter bemalen lassen, Masken basteln, Luftballons füllen, riesige Seifenblasen aufpusten, Dosen abwerfen, Funracer fahren, Bälle suchen, Vier Gewinnt, Domino oder Mikado im Großformat spielen, Blasinstrumente ausprobieren, aus Milchtüten Geldbörsen machen, Lose für eine Tombola mit Gewinngarantie kaufen oder an verschiedenen Glücksrädern drehen.

Plädoyer für Vertrauen

Wer hoch hinaus und weit blicken wollte, konnte sich bei einer Besteigung und Besichtigung des Kirchturms von St. Marien Übersicht verschaffen. Für Kinder im Grundschulalter wurden kindgerechte Führungen durch das Rathaus angeboten. Bürgermeisterin Karin Jabs-Kiesler erinnerte im Rahmen ihrer offiziellen Begrüßungsansprache und angesichts des Mottos daran, dass „in vielen Regionen auf der Welt Kinder kein Zuhause haben“, weder Bildung noch Gesundheitsfürsorge erhalten oder sogar als Kindersoldaten missbraucht werden. Hierzulande würden oft „Stress, Unsicherheit oder Geldknappheit“ verhindern, dass eine Atmosphäre geschaffen wird, die Kinder zu „eigenständigen Persönlichkeiten mit Selbstvertrauen“ werden lassen. Eltern sei deshalb zu wünschen, „mehr Gelassenheit“ und „Vertrauen in ihre Kinder“ an den Tag zu legen.

Signal für Integration

Auf der Bühne zwischen Standesamt und Rathaustreppe sorgte daraufhin der bunt gemischte Tecklenburger Kinderchor Mollmäuse unter erwachsener Gitarren-, Mundharmonika- und Saxofonbegleitung und gemeinsam mit zahlreichen „Friends“ aus der Altstädter Grundschule mit der Mitsingaktion „Fremde Freunde“ für ein vielstimmiges Signal der Integration, Toleranz und Offenheit. Die Theaterklasse der Gesamtschule Schinkel hatte mithilfe des Instituts für Musik eine musikalische Zeitreise von der Steinzeit über die Gegenwart bis hinein in die Zukunft mit Robotertänzen einstudiert. Das junge Quartett Oklurimi der Musik- und Kunstschule demonstrierte die Vielfalt der Klarinettenmusik von Klezmer bis Jazz.

 

„Kinder brauchen: Aufmerksamkeit“ stand an einem der vielen Stände geschrieben, die das „Zuhause“ der Osnabrücker an diesem besonderen Sonntag zu einem kunterbunten Kinderparadies machten. Die haben sie beim Weltkindertag im Zentrum der Stadt bekommen - so wie anderswo und an jedem anderen Tag hoffentlich auch.


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