Auszeichnung in Hannover Kinderrechtepreis für Osnabrücker Projekt „Querbeet“

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Gemeinsame Arbeit verbindet: Omar Amidi und Ulrich Willert räumen im Kleingartenverein Deutsche Scholle auf. Archivfoto: Michael GründelGemeinsame Arbeit verbindet: Omar Amidi und Ulrich Willert räumen im Kleingartenverein Deutsche Scholle auf. Archivfoto: Michael Gründel

Osnabrück. Der niedersächsische „Kinder Haben Rechte Preis“ geht in diesem Jahr an den Verein „Outlaw“ mit seiner Initiative „Querbeet“, in der Kleingärtner und Flüchtlingsfamilien zusammengeführt werden.

Unter dem Motto „Ich gehör dazu“ steht in diesem Jahr der gemeinsame Preis des Kinderschutzbundes Niedersachsen und des Landes Niedersachsen für den Einsatz für Kinderrechte. Ausgezeichnet wurden drei Initiativen, die mit ihrem Engagement sozialer Ausgrenzung von Kindern entgegenwirken oder verhindern, hieß es bei der Preisverleihung durch die niedersächsische Sozialministerin Cornelia Rundt.

Integration an der Grasnarbe

Integration an der Grasnarbe – und das im wörtlichen Sinne! Durch das Projekt ,Querbeet‘ wächst eine Gemeinschaft von Kleingärtnern und Flüchtlingsfamilien auf ganz natürliche Art zusammen“, begründet die Jury die Vergabe des mit 4000 Euro dotierten Preises an die Outlaw gGmbH. Durch die Zusammenarbeit in den Kleingärten würden Kontakte zwischen unterschiedlichen Nationalitäten geknüpft.

Raum zum Spielen

Das sei besonders für die Kinder ein Gewinn, „denn sie finden hier nicht nur einen sicheren Rückzugsort, sondern vor allem Raum zum Spielen und um sich zu erholen, sie knüpfen kulturübergreifende Freundschaften und können selbst anpacken“, schreibt die Jury. Besonders zähle, dass die pädagogische Begleitung das Recht der Kinder auf Partizipation sicherstelle. Die Bedürfnisse der Kinder stünden dabei immer im Vordergrund.

Der zweite Preis ging an den SV Yurdumspor`88 in Lehrte für die Initiative „Integration von Flüchtlingskindern“, der dritte an die Jugendkulturarbeit in Oldenburg für die Initiative „Mut“.

Keine Ausgrenzung

„Kein Kind, kein Jugendlicher darf wegen seiner Herkunft, seiner Hautfarbe, seiner Sprache, seiner Religion oder seiner Behinderung ausgeschlossen werden“, erklärte die Sozialministerin: „Das gilt für alle Kinder, die bei uns leben – ganz egal, ob sie hier geboren sind oder nicht.“ „Kinder gehören in die Mitte unserer Gesellschaft“, ergänzte Johannes Schmidt, Landesvorsitzender des Kinderschutzbundes Niedersachsen.

Seit 2008 loben das Land Niedersachsen und der Landesverband des Deutschen Kinderschutzbundes den „Kinder Haben Rechte Preis“ aus. Damit sollen die Kinderrechte, die das Land Niedersachsen 2009 in seine Landesverfassung aufgenommen hat, bekannt gemacht werden sowie Initiativen, die sich für die Rechte von Kindern einsetzen, als Best-Practice-Beispiele verbreitet werden.

Schon zwei Preise für Osnabrück

Bereits im vergangenen Jahr war der „Kinder Haben Rechte Preis“ nach Osnabrück gegangen. Ausgezeichnet wurde die Initiative „Freizeit für Flüchtlingskinder“. 2010 hatte das Kinder- und Jugendbüro der Stadt den Preis erhalten.


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