„VG-Platz“ mit Stele eingeweiht Ausrufezeichen für Vordemberge-Gildewart

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Osnabrück. Eine Stele schmückt jetzt den neuen „VG-Platz“, mit dem die Stadt Osnabrück den Künstler Friedrich Vordemberge-Gildewart ehrt. Jetzt wurde die EdelstahlStele eingeweiht.

Und das mit großem Bahnhof. Boris Pistorius, niedersächsischer Minister für Inneres und Sport sowie ehemaliger Oberbürgermeister Osnabrücks, befreite das neue gute Stück in Osnabrücks guter Stube gemeinsam mit Fritz Brickwedde, Vorsitzender der Stiftung des Osnabrücker Clubs, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und CDU-Fraktionschef im Osnabrücker Stadtrat, von seiner schneeweißen Hülle. „Dieser Platz ist ein anderer geworden“, sagte Pistorius, der gleich anfügte, dass man „dankbar sein müsse, dass es Friedrich Vordemberge-Gildewart gegeben hat“.

Beatrix Bausch, Monika Demann, Erika Ihnow-Verwiebe und Heinz-Jürgen Myl, alle Mitglieder der Vordemberge-Gildewart-Initiative , haben das Konzept für die neue Platzgestaltung erarbeitet. Die Kosten von insgesamt rund 15000 Euro haben sich mehrere Förderer geteilt. Jeweils 5000 Euro gaben nach den Worten von Monika Demann der Osnabrücker Club sowie der Verkehrsverein der Stadt. „Sie legten den Grundstein für die Finanzierung“, sagte Demann. Der verbleibende Betrag wurde nach ihren Angaben durch Spenden finanziert, die die Vordemberge-Gildewart-Initiative eingeworben hat. Wie Monika Demann weiter mitteilte, wurde der erste Entwurf des Platzes im Sommer 2012 präsentiert. Im Dezember des Jahres jährte sich der Todestag des konstruktivistischen Künstlers Vordemberge-Gildewart zum fünfzigsten Mal.

Auch wenn mit der Bezeichnung „Vordemberge-Gildewart-Platz“ keine neue Postadresse entstanden ist und Puristen der Konkreten Kunst vielleicht bemängeln würden, dass nur das Blau der Inschrift, nicht aber die Farbe Grün eine von dieser Kunstrichtung bevorzugte Primärfarbe ist – in ihrer Ansprache hob Monika Demann die „klare, offene Form“ des Platzes hervor. Der Platz am Kreuzungspunkt der Großen und der Kleinen Gildewart unweit des Hauses der Jugend ist durch die Stele aus Edelstahl neu markiert. Treppenstufen und Sitzelemente setzen weitere Akzente. Obendrein informieren zwei Elemente über den Künstler: die Großreproduktion von Vordemberge-Gildewarts Bild „K208“ sowie ein erläuternder Text über den Künstler und Gestalter, der bis zu seinem Tod 1962 an der Ulmer Hochschule für Gestaltung gelehrt hatte. Der Besitzer eines angrenzenden Hauses hatte zugestimmt, Bild und Texttafel auf der Giebelwand anbringen zu lassen. Auszubildende der Stadt stellten die Platzgestaltung her, die Osnabrücker Metallbaufirma Bröcker stellte die Stele her.

Boris Pistorius lobte den neuen „VG-Platz“ als Beispiel für das bürgerschaftliche Engagement in der Stadt. Erst mit der Kultur würden Städte unverwechselbar, sagte Pistorius weiter. Fritz Brickwedde schwärmte unumwunden: „Der Platz ist wunderbar geworden.“ Mit dem Projekt sei es darum gegangen, die Identität Osnabrücks und seiner Bürgerinnen und Bürger weiter zu fördern. Wie Fritz Brickwedde hob auch Osnabrücks Kulturdezernentin Rita Maria Rzyski den dynamischen Initiativkreis hervor, der das Projekt angestoßen habe. Mit dem Projekt habe das „VG-Jahr“ zum 50. Todestag des Künstlers spürbar Fahrt aufgenommen. Rzyski lobte die Zusammenarbeit mit den Initiatorinnen der Stele. Wie Boris Pistorius hob auch sie hervor, was die private VG-Initiative auszeichnet: Sie lässt nicht locker. Mit der VG-Stele ist ein Resultat dieser Konsequenz nun in der Osnabrücker Stadtmitte zu besichtigen.


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