Geschenke für den OB mitgebracht Osnabrücker berichten von ihrer Friedensfahrt nach Russland


Osnabrück. Vom 7. bis 21. August haben die Osnabrücker Hannes Henkelmann und Joachim Rein an einer Friedensfahrt zwischen Berlin und Moskau teilgenommen. Intention der Fahrt war die Verbesserung der Völkerverständigung zwischen Deutschen und Russen. An den Bürgermeister der russischen Großstadt Twer, Partnerstadt von Osnabrück, übergaben die Reisenden eine Friedensbotschaft von Oberbürgermeister Wolfgang Griesert.

Die Friedensfahrt von Berlin nach Moskau ging auf eine Bürgerinitiative zur Förderung der Völkerfreundschaft zwischen Deutschen und Russen zurück. Am 7. August starteten rund 235 Teilnehmer und 70 Fahrzeuge am Brandenburger Tor in Berlin, um sich auf eine 4200 Kilometer lange Reise durch sechs europäische Länder zu begeben.

„Ziel der Fahrt war es, in erster Linie die Menschen in Russland kennenzulernen, Vorurteile abzubauen und ein Zeichen für ein friedliches Zusammenleben als Nachbarn in Europa zu setzen“, berichtet Hannes Henkelmann. Ihm und seinem Mitstreiter missfallen die in ihren Augen zu negative Berichterstattung in den deutschen Medien über die aktuellen politischen Entwicklungen in Russland. (Weiterlesen: Zwei Osnabrücker auf Friedensfahrt nach Russland)

Kundgebungen, Konzerte und Dorffeste

An verschiedenen Orten entlang der Reiseroute hielten die Teilnehmer zu Kundgebungen, Konzerten oder Begegnungen mit Menschen und öffentlichen Repräsentanten an. „Es ist erstaunlich, wie offen und warmherzig wir von den russischen Menschen empfangen worden sind“, sagt Joachim Rein.

Zu den besonderen Reiseerinnerungen zählen die beiden Osnabrücker eine Kranzniederlegung auf dem St. Petersburger Gedenkfriedhof Piskarjowskoje, auf dem rund 500.000 Opfer des Zweiten Weltkrieges in Massengräbern beerdigt wurden, ein Dorffest in der 800-Seelen-Gemeinde Utorgosh, bei dem Schüler Papierfriedenstauben gebastelt haben – aber auch die zahlreichen Kontrollen an den Grenzen zu den osteuropäischen Nachbarstaaten, die teils stundenlange Wartezeiten mit sich gebracht haben.

Krawatte und Decke für OB Griesert

Getroffen haben sich Hannes Henkelmann und Joachim Rein mit dem Bürgermeister der russischen Großstadt Twer, Partnerstadt von Osnabrück. Oberbürgermeister Wolfgang Griesert hatte den beiden vor ihrer Abreise eine Friedensbotschaft an seinen Amtskollegen überreicht, in der zu Frieden und Solidarität aufgerufen wird. „Mit unseren städtepartnerschaftlichen Beziehungen und dem Austausch unserer Städtebotschafterinnen und Städtebotschafter sowie dem bürgerschaftlichen Engagement tragen wir dazu bei, den Weg des respektvollen Umgangs und der Verständigung zu gehen“, heißt es in dem Schreiben.

„Der Bürgermeister von Twer hat sich sehr angeregt mit uns unterhalten und sich über die Friedensbotschaft von Herrn Griesert gefreut“, berichtet Joachim Rein. Als Gastgeschenke für Griesert haben die beiden Reisefreudigen eine Krawatte und eine Decke mitgebracht, die in Twer gefertigt wurden, sowie einige Filme über die russische Partnerstadt. (Weiterlesen: Osnabrücks Partnerstädte setzen Zeichen für Frieden)

Am Dienstag, 27. September 2016, bietet sich Interessierten die Gelegenheit, mehr über die Friedensfahrt von Berlin nach Moskau zu erfahren, wenn Hannes Henkelmann ab 19.30 Uhr in der Volkshochschule Osnabrück über seine persönlichen Erlebnisse während der Friedensfahrt berichtet.


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