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„Reiselust“ weckt Fernweh Reisejournalist Mitch Miller im Casablanca Bad Iburg

Von Regine Hoffmeister

Reisejournalist Mitch Miller erzählte von seinen ReiseabenteuernReisejournalist Mitch Miller erzählte von seinen Reiseabenteuern

Bad Iburg Unterwegs sein ist die große Leidenschaft von Mitch Miller, der zusammen mit einigen Freunden den Reiseblog „Walk’n Travel“ ins Leben gerufen hat. Gemeinsam treten sie mit ihren besten Reisegeschichten auf und lassen am Ende das Publikum darüber abstimmen, wer am spannendsten erzählt hat.

Dieses Programm war auch für ihren Auftritt im Casablanca angekündigt, doch Millers Freunde mussten das Bad Iburger Publikum versetzen, da sie am gleichen Abend einen Auftritt in München hatten. Der Erzählwettbewerb wurde damit zur One-Man-Show von Mitch Miller.

25 Jahre, 100 Länder

Mit seinen 25 Jahren hat Miller bereits mehr als 100 Länder auf sechs Kontinenten bereist. Reisen und darüber schreiben oder live erzählen ist sein Hauptberuf. Nach einem kurzen Eröffnungsfilm mit atemberaubenden Luftaufnahmen von schneeweißen Stränden und Sonnenuntergängen nimmt Miller seine Zuhörer mit auf seine erste Reise auf die Azoren. Dort ist das ganze Jahr über Frühling, hatte er im Internet gelesen. Also flüchtete er gemeinsam mit einem Freund vor dem nasskalten Februar in Deutschland auf eine der Inseln inmitten des Atlantiks. Doch schon am zweiten Tag begann der Dauerregen, der ihren gesamten Urlaub begleiten sollte.

Die Bilder und Filme, die Miller von dieser Reise zeigt, machen wenig Lust darauf, es ihm nachzutun. Aber auch ein Profi wie er ist vor solchen unvorhergesehenen Reinfällen eben nicht gefeit.

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Kleine und größere Missgeschicke

Auch bei den folgenden Berichten aus Guatemala, der Karibik, von den Seychellen und aus Südafrika spart er kleinere und größere Reisemissgeschicke nicht aus, was ihm viele Sympathiepunkte beim Publikum einbringt. Die Fotos von diesen Reisen wecken dann tatsächlich das Fernweh: Karibik-grünes Wasser, Vulkanlandschaften, bunte Dörfer und Märkte, eine Hängematte mitten im Urwald. Mit einer Drohne haben die Freunde spektakuläre Luftaufnahmen gemacht, die zu den Highlights des modernen Diavortrags zählen.

Miller erzählt Geschichten davon, wie er im Urwald beinah mal auf eine Giftschlange getreten ist, wie beim Schnorcheln einige Haie auf ihn zuhielten, wie Krokodil schmeckt und warum Männer in Antigua nicht Händchen halten sollten. Locker und unverstellt reiht er Anekdoten aneinander, mal unterhaltsam, mal aber auch nachdenklich stimmend, wenn es um Armut, Gewalt und Xenophobie (Fremdenfeindlichkeit) geht. Speziell in Südafrika hat ihn die feindsinnige Einstellung in Politik und Bevölkerung gegenüber Ausländern aus anderen afrikanischen Ländern erschreckt. Er schließt mit einem Plädoyer für Aufgeschlossenheit gegenüber Fremden und ermutigt seine Zuhörer dazu, selbst die Welt zu erkunden.

Der geplante „Reiselust“-Abend mit allen vier Freunden soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Termine: http://www.walkntravel.de/home.html