Schimmel breitet sich aus Die Not wird immer größer an der Grundschule Hellern

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Eine Schleuse vor dem Musikraum soll den Schimmel im Zaum halten. Foto: Michael GründelEine Schleuse vor dem Musikraum soll den Schimmel im Zaum halten. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Sein „völliges Unverständnis“ über die Absage des Schulausschusses brachte Ulrich Hus (SPD) im Immobilienausschuss zum Ausdruck. Angesichts der Situation an der Grundschule Hellern sei das nicht nachvollziehbar.

Etwa 20 Eltern der Grundschule Hellern hatten sich auf den Weg ins Rathaus gemacht, um der Sitzung des Immobilienausschusses beizuwohnen, der sich unter anderem mit ihrer Schule befasste. Das Ergebnis der Sitzung war für die Mütter und Väter wohl wenig befriedigend: Die Verwaltung werde alles unternehmen, um die Sanierung vorzubereiten, hieß es hier. Baubeginn soll dann weiterhin in den Sommerferien 2017 sein. Nachdem mittlerweile ein weiterer Raum in der Grundschule wegen Geruchsbelästigung gesperrt wurde und dadurch eine zweite Klasse ohne feste Bleibe ist, reicht es den Eltern. Sie wollen einen Baubeginn möglichst bald.

Außerdem werden die Zweifel, dass eine Sanierung eine langfristige Lösung ist, immer größer. Abriss und Neubau des eingeschossigen Traktes also die teurere Variante der Maßnahme scheint den Eltern erfolgversprechender. Mittlerweile gehen große Teile der Elternschaft davon aus, dass sie von der Osnabrücker Schulverwaltung eine Unbedenklichkeitserklärung einfordern werden, wenn es nur zu einer Sanierung und nicht zu einem Neubau kommt.

Die Zweifel scheinen verständlich, da zum Beispiel der bereits überarbeitete Musikraum schon wieder wegen Schimmelbefall gesperrt wurde. Und der zu Beginn dieser Woche stillgelegte Klassenraum stand bislang eigentlich gar nicht im Sanierungsprogramm.

Laut Immobilien- und Schulverwaltung werden derzeit unter anderem mit dem Hortträger und der Kirchengemeinde Gespräche geführt, welche Lösungen es für die Unterbringung der Klassen und vor allem des Hortes geben könnte, der seine Räume für den Unterricht zur Verfügung stellen musste. Die Unterbringung der Kinder in der alten Turnhalle sehen die Eltern skeptisch. Auch hier habe der Schimmel bereits Einzug gehalten.

Der Eigenbetrieb Immobilien wird in dem jüngst gesperrten Raum eine Schadstoffprüfung vornehmen um der Ursache für den Geruch auf den Grund zu gehen. Bis hier ein Ergebnis vorliege, werde der Raum gesperrt bleiben, hieß es im Ausschuss. Jetzt gehe es zunächst darum, die akute Raumproblematik zu lösen. Parallel werde an der Vorbereitung der Baumaßnahme gearbeitet. Wie der Sprecher der Stadt, Sven Jürgensen, am Tag nach der Sitzung mitteilt, hat die Verwaltung auf Anregung aus der Elternschaft Kontakt zu einer Containerfirma aufgenommen. Jürgensen ist guter Dinge, dass zumindest die akute Problematik schnell behoben werden kann.


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