Stadt- und Gemeinderatswahl im Überblick FDP wird in Bad Iburg stärkste Fraktion

Die Karte zeigt, welche Partei bei der Stadt- und Gemeinderatswahl die meisten Stimmen in einer Kommune bekommen hat und damit die stärkste Fraktion stellt.Die Karte zeigt, welche Partei bei der Stadt- und Gemeinderatswahl die meisten Stimmen in einer Kommune bekommen hat und damit die stärkste Fraktion stellt.

Die Bürger im Landkreis haben gewählt. Ein Blick auf ausgewählte Gemeinden von leuchtend rot über schön bunt bis tief schwarz.

Ankum: Gemeinderatswahlen sind irgendwie wie Pokalspiele. Sie haben ihre eigenen Gesetze. An manchen Orten. In Ankum stellte die UWG bislang den Bürgermeister und die Mehrheit. Und es bleibt dabei: Mit über 55 Prozent hat die UWG Ankum sogar noch dazu gewonnen und stellt zwölf der insgesamt 21 Sitze. Für die CDU bleiben sechs, für die SPD drei Sitze und für die Grünen einen Sitz.

Bad Iburg: Wenn es so etwas wie ein gelobtes Land für die FDP gibt, dann liegt es bei dieser Wahl in Bad Iburg. Hier holten die Freien Demokraten gut 30 Prozent der Stimmen und stellen mit acht Sitzen die stärkste Fraktion. Bad Iburg ist bei dieser Wahl ohnehin ein Sonderfall. In dem mit der Grünen Bürgermeisterin 29-köpfigen Gremium verfügte die CDU mit 15 Sitzen bislang über die Mehrheit. Dann kam die Landesgartenschau und die Union erlitt thematisch und personell Schiffbruch. Gerade mal sechs Kandidaten schickt die CDU ins Rennen, immerhin genug, um die vier jetzt noch verteidigten Sitze zu besetzen. Ex-CDU-Mann Papenbrock zieht als Einzelbewerber in den Rat ein, die UWG holt einen Sitz, die WBG drei, die SPD sechs und die Grünen drei. Sicher ist: Es wird bunt in Bad Iburg.

Bad Laer: Gegen die Wählergemeinschaft ging in Bad Laer bislang nichts. Sie stellte die stärkste Fraktion. Diesmal verwies die CDU die BBL aber auf Platz zwei. Die CDU hat in Zukunft neun Sitze, die BBL sechs, die Grünen zwei, SPD und FDP je einen. Und mit rund 4,5 Prozent erobert in Bad Laer auch die AfD einen Sitz im neuen Gemeinderat.

Belm: Ganz anders ist die Situation in Belm. Die CDU stellte nach den Wahlen vor fünf Jahren zwar mit deutlichen Abstand die stärkste Fraktion. Aber was hilft es, wenn sich SPD, Grüne und UWG zumindest gegen die Union einig sind und Bürgermeister Viktor Hermeler nicht nur parteilos ist, sonder sich auch so verhält ?

Es bleibt wie gehabt: Die CDU behält elf Sitze, die SPD verteidigt ihre acht Sitze ebenso wie die UWG ihre drei, die Grünen geben einen ihrer ehemals drei Sitze an die FDP ab.

Bippen: Die Bippener sind die Zählmeister im Landkreis: Kurz nach 20 Uhr stand auch das Ergebnis der Gemeinderatswahl fest. Die CDU gewann dort einen Sitz dazu und verfügt wie die SPD über sechs Sitze. Die Grünen sind mit einem Sitz damit das Zünglein an der Waage.

Bissendorf: Die CDU ist wieder stärkste Fraktion im neuen Bissendorfer Rat. Mit 37,44 Prozent ( + 3,9 Prozent) der Stimmen landeten die Christdemokraten vor der SPD, die Verluste hinnehmen musste. Die Sozialdemokraten bekamen 35,63 Prozent der Stimmen. 2011 waren es noch 39,33 Prozent. Im Rat erhalten SPD und CDU allerdings jeweils elf Sitze.

Auch die Grünen in Bissendorf verlieren. Nach starken 14,7 Prozent 2011 vielen sie auf 11,91 Prozent zurück, gleichbedeutend mit vier Sitzen im Rat. Die FDP und die UWB (Unabhängige Wähler Bissendorf) holen jeweils zwei Sitze.

Bramsche: Mit 17 Sitzen plus Bürgermeister fehlten der SPD im Stadtrat zwei Sitze für die absolute Mehrheit. Und dabei bleibt es: Die SPD erhält 17 Sitze , die CDU elf (-1), die Grünen 5 (-1), die FDP drei (+ 2) und die Linke zwei Sitze (+1).

Dissen: In Dissen hat die SPD vier Sitze verloren. Im neuen Rat stellt die CDU mit zehn Sitzen die stärkste Fraktion, die SPD kommt auf vier Sitze, die Grünen auf zwei. Die UWG steigert sich von zwei auf fünf Sitze.

Bohmte: Die Ausgangssituation ist mit Dissen vergleichbar: CDU und SPD waren bislang gleichauf. Aber genau wie in Dissen brauchten die beiden Großen einen Partner, um die Stadtgeschicke zu lenken. Dabei bleibt es auch in Zukunft: Die CDU behält 13 Sitze, SPD verliert einen Sitz und hat damit noch 12 Sitze, die Grünen verteidigen ihre drei Sitze, die Linke erobert zwei Sitze, die FDP verliert ihren Sitz.

Gehrde: Alles so schön bunt hier: Wer Wahltorten mag und Symmetrie schätzt, der war bislang in Gehrde richtig. Die CDU hatte vier Sitze, die SPD drei, die Grünen zwei, stellen dafür aber den Bürgermeister. Und die Wählergemeinschaft holte 2011 ebenfalls drei Stimmen. Und es bleibt bunt und weitgehend symmetrisch, wenn auch mit leichten Verschiebungen. Die CDU behält vier Sitze, die BLG drei, die SPD gibt einen Sitz an die Grünen ab (drei Sitze) und hat damit nur noch zwei Sitze.

Georgsmarienhütte: CDU ist mit 17 Sitzen der Verlierer der Wahl: Sie verliert zwei Sitze und damit auch die absolute Mehrheit. Die SPD kommt auf 13 Sitze, die Grünen erhalten fünf Sitze und die Linke zwei Sitze (+1). Die FDP zieht mit einem Sitz in den Stadtrat ein (Stand 23.30 Uhr, 37 von 38 Wahlbezirken ausgezählt).

Kettenkamp: Kein Platz für kleine Parteien: In Kettenkamp teilen auch weiterhin CDU und SPD die Sitze unter sich auf. Allerdings haben sich die Verhältnisse verschoben: Die CDU hat nun sieben Sitze, die SPD nur noch vier.

Melle: In Melle stellt die CDU bei leichten Gewinnen auch weiterhin die stärkste Fraktion im Stadtrat, SPD, Grüne verlieren deutlich und die UWG gewinnt aus dem Stand fast acht Prozent.Der neue Rat wird bunt: 17 Sitze gehen an die CDU, zwölf an die SPD, fünf an die Grünen, drei an die UWG, zwei an die FDP und einer an die Linke.

Osnabrück: Der Neumarkt war das zentrale Thema im Osnabrücker Kommunalwahlkampf. Und so wie es aussieht, gibt es auch im neuen Rat eine Mehrheit, um die Autos vom Neumarkt zu verbannen. Zwar bleibt die CDU in Osnabrück weiter stärkste Fraktion, und der Bund Osnabrücker Bürger (BOB) holte auf Anhieb zwei Sitze, für eine Öffnung des Neumarktes gibt es aber trotz deutlicher Verluste der SPD und der Grünen keine Mehrheit.

Quakenbrück: Die Stadt war eine Art Hochburg der Linken in der Region: Drei Sitze holte die Partei bei der Wahl vor fünf Jahren, dieses Mal sind es sieben.

Voltlage: Falls es so etwas wie ein schwarzes Epizentrum im Landkreis gibt, dann liegt es in Voltlage. Hier schlägt das christdemokratische Herz so kräftig, dass bei den vergangenen Kommu- nalwahlen nur ein Sitz nicht an die CDU ging. Und dieser eine Sitz ging auch nicht an die SPD oder eine UWG, sondern an die Grünen. Und bei dieser Wahl? Es bleibt dabei, Voltlage ist tief schwarz: Zehn Sitze gehen an die CDU (92,2 Prozent), einer an die Grünen (7,8 Prozent) – alles wie gehabt.


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