Gegen den Bundestrend Osnabrücker CDU legt zu

Fritz Brickwedde (2.v. links) freut sich über die Gewinne seiner Partei. In der Lagerhalle feierte die CDU ihr gutes Ergebnis. Foto: Michael GründelFritz Brickwedde (2.v. links) freut sich über die Gewinne seiner Partei. In der Lagerhalle feierte die CDU ihr gutes Ergebnis. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. And the Winner is: am Sonntagabend die Osnabrücker CDU. Sie hat entgegen dem Bundestrend bei der Kommunalwahl in Osnabrück Gewinne einfahren können.

Der Sieg der CDU ist zwar nicht der viel besungene „erdrutschartige“, reichte aber aus, ein zufriedenes Lächeln auf die Gesichter im ersten Stock der Lagerhalle zu zaubern, wo sich die Osnabrücker Unionisten zur Wahlparty versammelt hatten. War die Stimmung nach der ersten Hochrechnung, erstellt von den Schülern des Gymnasiums „In der Wüste“, zwar noch gedämpft, aber Stimmbezirk für Stimmbezirk hellten sich die Gesichter während der Stimmauszählung auf. Am Ende standen für die Union 37,59 Prozent, mithin 19 Sitze, auf der Habenseite. Das bedeutet einen Zuwachs von 2,49 Prozent.

Dementsprechend entspannt stellte sich denn auch der Fraktionsvorsitzende im Rat, Fritz Brickwedde, kurz vor dem Ende der Zählarbeit in den Wahllokalen den Fragen von Moderatorin Silvia Stoll auf der Bühne im großen Saal der Lagerhalle. „Wir sind eine von drei Städten in Niedersachsen, in denen es die AfD nicht geschafft hat, Kandidaten aufzustellen“, unterstrich Brickwedde zunächst ein in seinen Augen besonders wichtiges Ergebnis der Kommunalwahl 2016.

Wie die künftige Zusammenarbeit im Rat aussehen werde, bleibe abzuwarten, meinte Brickwedde. „Es ist eine gute Tradition, dass alle Parteien nach der Wahl miteinander reden. Ab morgen werden wir uns wieder zusammensetzen und Kompromisse finden.“ Besonders stolz sei er auf sein persönliches Abschneiden, so Brickwedde, der nach seinen Worten stadtweit die größte Anzahl von Stimmen auf seine Person vereinigen konnte.

Wiedergewählt wurde auch Burkhard Jasper. Der amtierende Ratsvorsitzende unterstrich ebenso wie Fritz Brickwedde den Sieg seiner Partei entgegen dem Bundestrend: „Man kann nicht gerade sagen, dass die CDU derzeit bundesweit gut abschneidet“, so Jasper, der auch für die Christdemokraten im Niedersächsischen Landtag sitzt.

Besonders spannend war der Wahlabend für Anette Meyer zu Strohen. Mit einem Auge war die CDU-Ratsfrau in Osnabrück, mit dem anderen in Essen in Oldenburg. Dort kandidiert Clemens Große Macke für den Posten des hauptamtlichen Bürgermeisters. Große Macke sitzt derzeit noch für die CDU im Niedersächsischen Landtag. Sollte er Bürgermeister der Gemeinde werden, muss er seinen Sitz aufgeben und Meyer zu Strohen wäre die Nachrückerin. Allerdings wird die Osnabrücker CDU-Frau noch vierzehn Tage warten müssen, da Große Macke in die Stichwahl muss. Ihren Sitz im Rat hat Meyer zu Strohen aber schon jetzt sicher.

Dementsprechend konnte sie sich auch in die Riege der lachenden Gesichter auf der Empore der Lagerhalle einreihen. Dort drängten sich die CDU-Anhänger um den Computer, auf dem sich die Ergebnisse aus den Wahllokalen ständig aktualisierten – und das sehr zum Wohlgefallen der CDU-Anhänger.


















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