Allmende Blumenmorgen Osnabrücker Studenten legen Gemeinschaftsgarten an

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Osnabrück. Studenten haben einen Gemeinschaftsgarten auf dem Campus Haste angelegt. Auf rund 150 Quadratmetern züchten sie Gurken, Radieschen und andere Gemüsesorten. Die Hochschule Osnabrück unterstützt das Projekt mit 1500 Euro.

Frisches Obst und Gemüse schmeckt am besten, wenn es aus dem eigenen Garten kommt. Das dachten sich auch die Studenten Jannes Brusermann, Felix Jacobs, Roland Lumma und Christian Röper von der Hochschule Osnabrück. Kurzerhand riefen die vier angehenden Landschaftsarchitekten den ersten studentischen Gemeinschaftsgartens auf dem Campus Haste ins Leben.

„Viele Studierende haben keinen eigenen Garten oder Balkon und können deshalb auch keine Lebensmittel selbst produzieren. Dabei besteht unter uns Studis reges Interesse daran“, erklärt Lumma. Vor gut einem Jahr begannen die Studenten mit der Umsetzung ihrer Idee. Eine geeignete Fläche fand sich in dem alten Staudengarten der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur. Die lange Zeit brachliegende Fläche wurde gerodet und neu bewirtschaftet. Nun werden auf fast 150 Quadratmetern Salate und anderes Gemüse angebaut. (Weiterlesen: Guerilla-Gardeners legen Osnabrücks kleinsten Nutzgarten an)

Fördermittel und Sachspenden

Mithilfe von 1500 Euro aus dem hochschuleigenen Projektfonds Nachhaltigkeit sowie dank einiger Sachspenden verschiedener Firmen (unter anderem Holz und Gerätschaften) konnten die Studenten ihr Projekt im Sommersemester 2016 starten. Es trägt den klangvollen Namen „Allmende Blumenmorgen“ , wobei die Allmende ein Gemeindegut bezeichnet und Blumenmorgen auf die angrenzende Straße hinweist. In den vergangenen Monaten wurden die wichtigsten Gartenstrukturen fertiggestellt. Neben zahlreichen Gemüsebeeten entstand eine Hütte als Unterstand und zur Lagerung von Materialien, ein Geräteschuppen zur Aufbewahrung von Werkzeugen, ein Holzlager sowie diverse Kompoststellen.

Die Studenten konnten sogar schon die ersten eigenen Radieschen und Spinat ernten und bei gemeinsamen Kochaktionen verwerten. „Wir wollen mit dem Garten das Bewusstsein für eine nachhaltige Produktion von Lebensmitteln schärfen und gleichzeitig auch die Gemeinschaft und die regionale Verbundenheit stärken“, sagt Student Felix Jacobs und ergänzt: „Wir hoffen, in Zukunft noch mehr Studierende an Bord zu bekommen, damit der Garten wachsen kann.“ (Weiterlesen: Osnabrück will essbare Stadt werden)

Auszeit vom Studienalltag

Zurzeit sind 15 Studenten aus drei verschiedenen Fakultäten, insbesondere aus dem Bereich Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur, in dem Gemeinschaftsgarten tätig. Eine von ihnen ist Dana Ehrenberg: „Mit dem Gemeinschaftsgarten gibt es einen Ort auf dem Campus, an dem man eine kleine Auszeit vom Studienalltag genießen kann. Er bringt nette Leute aus verschiedenen Studiengängen zusammen und hat eine tolle Atmosphäre“, so die Studentin der Landschaftsentwicklung.

Marek Löhr ist Ansprechpartner für den Projektfonds und sehr beeindruckt von dem Garten: „Er ist ein lebendiges Beispiel für das ausgeprägte Bewusstsein für gesellschaftliche Verantwortung der Studierenden. Die Projektgruppe hatte schon zu Beginn die Vorstellung, nicht nur etwas in ihrem Garten anzupflanzen, sondern gleichzeitig auch den Wunsch, ihre Erkenntnisse auf das gesellschaftliche Zusammenleben zu übertragen.“ (Weiterlesen: Gratis-Obst für alle auf Streuobstwiesen in Osnabrück)


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