Grüße von Papst Franziskus 25-jähriges Weihejubiläum von Bischof Bode

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Osnabrück. Sein 25-jähriges Weihejubiläum feierte Bischof Franz-Josef Bode am Sonntag zusammen mit rund 1500 Menschen mit einem Gottesdienst im Osnabrücker Dom. Bode zu Ehren nahmen zwölf weitere Bischöfe an der Messe teil. Im Anschluss fand ein Festakt in der Sporthalle der Domschule statt.

Zu Beginn begrüßte Bischof Bode die geistlichen Vertreter. Unter ihnen, „allen bekannt aus Funk und Fernsehen“, so Bode im Wortlaut, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx aus München, der Botschafter des Vatikans in Deutschland, Erzbischof Nikola Eterović aus Berlin sowie Bischof Czeslaw Kozon aus Kopenhagen als Vertreter der Nordischen Bischofskonferenz.

Nach dem gemeinsamen Gebet der Eminenzen und Exzellenzen folgte die Lesung aus dem Buch der Weisheit. „Denn

welcher Mensch kann Gottes Plan erkennen, oder wer begreift, was der Herr will?“ Dieser Text steht in Zusammenhang mit Bodes bischöflichem Wahlspruch aus dem Jahr 1991. Er lautet „Gott ist größer als unser Herz“ und stammt aus dem ersten Johannesbrief.

Kardinal Reinhard Marx dankt Bode

Kardinal Marx gratulierte Bode im Namen der gesamten katholischen Kirche in Deutschland. Er bedankte sich für Bodes Arbeit, seine positiven Impulse, die er immer wieder gesetzt habe und die Hoffnung und Zuversicht, die er verbreite. In der Predikt griff Marx den Wahlspruch Bodes wieder auf. Wenn die Menschen an Gott denken würden, hätten sie verschiedenst Assoziationen. „Sich Gott vorzustellen sei aber unmöglich. Gott ist kein Teil der Welt. Gott ist immer größer“, so der Kardinal. Um Anhaltspunkte über seine Größe finden zu können „müssen wir uns auf einen Weg begeben und diesen Weg ist Franz-Josef Bode gegangen“, betonte Marx weiter. Wesentliche Aspekte auf diesem Weg seien der Glaube, die Vernunft und das Leben. All das fände sich in Bodes Biografie wieder.

Denn in seiner Kindheit sei die Faszination für den Glauben aufgebrochen und Bode habe sich auf die Suche nach dem größeren Gott aufgemacht. In Regensburg habe er diesen Glauben durch sein Studium der Theologie und der Philosophie beim späteren Papst Josef Ratzinger vor „das Licht der Vernunft gestellt“. Vernunft bedeute, zu versuchen, den Glauben zu erfassen, zu vertiefen, zu erweitern und voranzubringen. Seinen Glauben lebe Bode aus, indem er auf die Menschen zugehe. Allerdings „nicht im Sinne eines Bischofs, der alles weiß, sondern als jemand, der lernen möchte.“ Das Leben der Menschen sei eine Quelle der Erkenntnis für die Theologie, erläuterte Marx.

Botschaft vom Papst

In einem kurzen Grußwort bedankte sich auch der Botschafter des Vatikans Nikola Eterović sich bei Bode. Stellvertretend für Papst Franzikus sprach er zudem Glück- und Segenswünsche an den Jubilar aus.

Mit dem bischöflichen Segen endete der Gottesdienst. Bode betonte darin, „Gott ist nicht größer, um uns kleiner zu machen, sondern um uns mit ihm zu erheben“.

Festakt in der Domschule

Im Anschluss an die Messe fand ein Festakt zur Ehren Bodes in der Sporthalle der Domschule statt. Dabei bezeichnete der niedersächsische Landtagspräsident, Bernd Busemann, den Bischof in seiner Rede als „Glücksfall für das Bistum Osnabrück“. Er sei sehr bürgernah und an der Sache orientiert. Dem stimmten auch Oberbürgermeister Wolfgang Griesert und Landrat Michael Lübbersmann zu. Bode sei ein hervorragender Seelsorger, ihm sei die Gefühlslage der Menschen sehr wichtig und er zeichne sich durch hohes soziales Engagement aus. Mehrere Redner berichteten im Anschluss von ihren Erfahrungen und Begegnungen mit Franz-Josef Bode, betonten seine Kompetenz und die gute Zusammenarbeit.

„Wenn nur die Hälfte davon wahr ist, ist das schon viel“, resümierte der Bischof mit dem ihm eigenen Humor schließlich in seinem Schlusswort. Mit den Worten „Ich kann nur im Wir arbeiten“danke er den Menschen, die ihm zur Seite stehen. Er sei bereit für die nächsten Jahre in Osnabrück.


Biographie

Franz-Josef Bode wurde 1951 in Paderborn geboren und wuchs in Etteln nahe Paderborn auf. Nach dem Abitur 1969 studierte er Theologie und Philosophie in Paderborn, Regensburg und Münster. 1975 wurde er zum Priester geweiht, war anschließend Vikar in Lippstadt und von 1977 bis 1983 Präfekt im Erzbischöflichen Theologenkonvikt Paderborn. Seine anschließenden akademischen Studien in Bonn schloss er 1986 mit der Promotion ab. Danach war er Pfarrer in Fröndenberg, bis er 1991 zum Bischof geweiht wurde. Von 1991 bis 1995 war Bode Weihbischof in Paderborn, bevor er am 26. November 1995 in sein Amt als Bischof von Osnabrück eingeführt wurde. Seit 2010 ist Bode Vorsitzender der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz (DBK). Zuvor hatte er vierzehn Jahre den Vorsitz in der Jugendkommission der DBK inne.

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN