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Weitere Bauprojekte in Planung Menschenaffenhaus im Zoo Osnabrück kommt Anfang 2017

Von Andre Pottebaum


Osnabrück. Der Bau des Menschenaffenhauses im Zoo Osnabrück wird voraussichtlich Anfang 2017 fertiggestellt werden. Die neue „Nordamerika“-Landschaft sowie das Afrikaprojekt „Mapungubwe“ sind derzeit in Planung und kosten den Zoo 6,5 Millionen Euro. Das gab der Zoo am Freitag bei einem Pressegespräch bekannt.

Die Orang-Utans Buschmann und Astrid sowie die vier Gibbons des Zoo Osnabrück dürfen sich freuen: In wenigen Monaten wird das neue Menschenaffenhaus eröffnet und bietet zusätzlichen Platz auf Innen- und Außenanlage. Im Stil der kambodschanischen Tempelruine Angkor-Wat soll das Menschenaffenhaus den Affen mehr Platz zum Toben bieten.

„Wir kommen mit den Arbeiten am Menschenaffenhaus gut voran, allerdings hat sich die Eröffnung verschoben“, berichtete Zoogeschäftsführer Andreas Busemann. „Grund dafür sind die umfassenden Umbaumaßnahmen sowie die Tatsache, dass um die Tiere herum gebaut wird. Wir versuchen ihnen die Situation so angenehm wie möglich zu machen. Ein vorübergehender Umzug in einen anderen Zoo wäre noch stressiger gewesen“, ergänzte der Leiter des Menschenaffenhauses, Detlef Niebler. (Weiterlesen: Menschenaffenhaus im Zoo Osnabrück wird größer und schöner)

Mehr Platz für die Affen

Durch den Umbau, der ursprünglich für diesen Sommer geplant war, vergrößert sich die Fläche der Innenanlage von 93 auf 234 , die Außenanlage von 302,7 auf 358 Quadratmeter. Das Gehege wächst auf eine Höhe von sieben Metern an und ermöglicht den Bewohnern eine artgerechte Unterbringung durch mehr als das Zweieinhalbfache an künftiger Nutzfläche.

Mittlerweile wurde der erste Teil des neuen Affenhaus fertiggestellt, ein kombinierbarer Innen- und Außenbereich, der Besuchern die Möglichkeit gibt, Buschi und Co. weiterhin zu beobachten. „Ende September wird auch der vordere Außenbereich fertig sein“, sagte Andreas Busemann. Die finale Eröffnung des Menschenaffenhauses ist für Ostern 2017 geplant. Der Umbau kostet den Zoo insgesamt 1,4 Millionen Euro.

„Nordamerika-Landschaft“

Mit den Umbaumaßnahmen des Menschenaffenhauses sind die Modernisierungsmaßnahmen im Zoo jedoch längst noch nicht abgeschlossen. „Der Zoo Osnabrück muss sich immer weiterentwickeln“, sagte Zoopräsident Reinhard Sliwka mit Blick auf die anstehenden Projekte. Nach den Abschlussarbeiten am Affenhaus wird der Baukran in den südöstlichen Teil des Zoos wandern. Dort entsteht auf einer 3,5 Hektar großen Fläche eine Nordamerika-Landschaft, die bis zu elf verschiedene Tierarten – darunter Schwarzbären, Bisons, Wölfe und Biber – beherbergen wird.

„Die Landschaft wird sich mit großen, naturnahen Gehegen in das Waldszenario des Schölerbergs einfügen. Die Gehegeabgrenzungen verschmelzen dabei mit der Landschaft“, sagte Zooinspektor Hans-Jürgen Schröder zur Besonderheit der neuen Zoo-Welt. Dabei sollen die Gehegabgrenzungen in die Topografie sowie in den Baumbestand eingebunden werden. Der erste Teilabschnitt soll bis Herbst 2017 realisiert werden, die Gesamteröffnung ist für Sommer 2018 geplant.

Afrikaprojekt „Mapungubwe“

Mit dem Afrikaprojekt „Mapungubwe“ befindet sich derzeit eine weitere Zoo-Landschaft in Planung. In den kommenden Jahren sollen sowohl das Löwengehege als auch der Nashornbereich umgebaut werden. „Die Löwenanlage soll vergrößert und auch mit Höhenpfaden versehen werden“, sagte Andreas Busemann. Durch die Höhenpfade sollen die Anlagen miteinander verbunden werden, um eine Anknüpfung an die nordische Tierwelt „Kajanaland“ zu vollziehen.

Insgesamt wird der Zoo Osnabrück 6,5 Millionen Euro in die Projekte „Nordamerika“ und „Mapungubwe“ investieren. „Das ist ein ganz wichtiger Schritt für den Zoo, der eine große Verbesserung für die Tiere, aber auch eine enorme Attraktivitätssteigerung bedeutet“, betonte Zoopräsident Sliwka. Der Zoo Osnabrück hofft, sämtliche Umbaumaßnahmen bis spätestens 2020 realisiert zu haben.