Aktion zum Schulanfang „Gelbe Füße“ und Boxsack für die Osnabrücker Stüveschule

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Osnabrück. An vielen Grundschulen in Osnabrück steht das Thema Verkehrssicherheit immer mehr im Fokus. An der Stüveschule im Stadtteil Schinkel wurde mit der Aktion „gelbe Füße“ dafür gesorgt, dass Erstklässler einen sicheren Weg zur Schule finden. Auch ein Boxsack wurde der Schule überreicht, um Kindern die Möglichkeit zu geben, Aggressionen im Alltag abzubauen.

Wer sich morgens zwischen 7.30 Uhr und 8.00 Uhr zur Stüveschule im Schinkel begibt, bekommt einen guten Eindruck von der Verkehrssituation, die auch an vielen anderen Grundschulen in Osnabrück zu beobachten ist: Abgehetzte Eltern, zugeparkte Gehwege und rücksichtsloses Wenden mitten auf der Fahrbahn. Manchmal bringen überbesorgte Eltern ihre Kinder sogar bis ins Klassenzimmer, um auf den Empfang durch die Lehrerin zu warten.

Die sogenannten Elterntaxen sind der Polizei Osnabrück schon länger ein Dorn im Auge, da sie zu unübersichtlichen Verkehrssituationen vor Schulen beitragen. Außerdem würden Eltern ihre Kinder zu sehr umsorgen und ihnen das Erlebnis nehmen, eigene Erfahrungen als Verkehrsteilnehmer zu machen. „Wir wollen, dass Kinder zu Fuß zur Schule gehen. Kinder, die von Eltern zur Schule gebracht werden, können selbstständiges Verhalten im Straßenverkehr nicht erlernen“, sagte Karl-Heinz Klenke von der Polizeiinspektion Osnabrück.

Aktion „gelbe Füße“

Mit der Aktion „gelbe Füße“ haben Polizei und Stadt Osnabrück vor der Stüveschule auf einen sicheren Schulweg aufmerksam gemacht. Vor dem Eingang sprühten Schüler „gelbe Füße“ auf den Bürgersteig, um auf Stellen hinzuweisen, an denen die Kinder gefahrlos die Straße überqueren können. Dies soll auch Eltern einen Anstoß geben, ihre Kinder gemeinsam mit anderen den Schulweg bewältigen zu lassen, ohne sich zusätzlich Sorgen machen zu müssen.

Schulleiter Martin Igelmann freut sich über die Aktion, die vor allem Erstklässlern nach den Sommerferien eine nützliche Stütze auf dem täglichen Schulweg sein soll. Es sei zudem angedacht, in den kommenden Tagen Flyer an die Eltern zu verteilen, um auf die Sicherheit der Schüler aufmerksam zu machen und ihnen eine sichere Parkmöglichkeit im Umkreis der Schule aufzuzeigen. (Weiterlesen: Zehn Jahre Walking Bus – Vorzeigeprojekt in Osnabrück)

Boxsack für Gewaltprävention

In Kooperation mit der Polizei Osnabrück übergab der Weiße Ring zudem einen Boxsack an Schulleiter Martin Igelmann, um Schülern eine Möglichkeit zu geben, Wut und Aggressionen herauszulassen, ohne jemand anderen damit zu beeinträchtigen. „Wir machen uns in der Schule viele Gedanken, dass man Streit mit Worten regelt“, erklärte Igelmann die Bedeutung des Boxsacks. Gewaltprävention und Sozialtraining haben an der Schule einen hohen Stellenwert und sollen für einen bewussten Umgang miteinander sensibilisieren.

Für Karin Bloom vom Weißen Ring ist es sehr wichtig, dass Kinder bei ihren Aggressionen schon früh begleitet werden. „Konfliktprävention ist sehr entscheidend, um Kindern einen Weg aufzuzeigen, ihre Gewalt abzubauen“, sagte sie. „Ich hoffe, dass man seinen Frust an dem Boxsack auslassen kann und nicht an jemand anderem.“


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