Die Könige vom Stichkanal Integratives Stand-Up Paddling in Eversburg

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Spaß und Gleichgewichtstraining standen beim integrativen Stand-Up Paddling am Samstag auf dem Stichkanal im Mittelpunkt. Foto: Jörn MartensSpaß und Gleichgewichtstraining standen beim integrativen Stand-Up Paddling am Samstag auf dem Stichkanal im Mittelpunkt. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. „Ich bin der König der Meere“, ruft der sechsjährige Mio spontan aus, als er am Samstag mit anderen Kindern und Erwachsenen auf einem geräumigen Surfbrett über das Wasser gleitet. Der Knirps hat seinen Spaß. Auch die anderen Teilnehmer beim inklusiven Stand-Up Paddling der Turngruppe vom TuS Haste und den Stadtpaddlern kriegen das Lächeln kaum aus dem Gesicht.

Mit zehn Kindern und einigen Erwachsenen war die Turngruppe aus Haste zum Wassersportverein in Eversburg gekommen, um Stand-Up Paddling auszuprobieren. Die Trendsportart funktioniert so ähnlich wie Surfen, nur haben die Surfer ein Paddel in der Hand, mit dem sie für ihr Vorwärtskommen sorgen. Seit dem vergangenen Sommer bieten die Osnabrücker Physiotherapeuten Verena Landmeier und Sebastian Brandt Kurse an

Für Koordination und Konzentration

Die meisten Kinder aus der Turngruppe schulten auf dem Wasser ihre Koordination und ihre Konzentration. Außerdem schätzten sie die Ruhe auf dem Kanal. „Mein Sohn hat seine Antennen überall. Auf dem Wasser war er ganz ruhig“, erzählte Katja Lehmberg, Integrationsbeauftragte beim TuS Haste. Sie hatte von den Stadtpaddlern in der Zeitung gelesen und sah dort eine tolle Möglichkeit, damit Kinder und ihre Eltern eine zeitlang außerhalb der Turnstunde miteinander verbringen können.

Einige Kinder aus der integrativen Turnstunde weisen unterschiedliche Beeinträchtigungen auf, die meisten von ihnen haben geistige Behinderungen. Alle Kinder waren aber mutig und hatten keine Angst, auf das Wasser zu gehen – obwohl sie zum ersten Mal beim Stand-Up Paddling waren. „Ins Wasser fallen sollte man aber lieber nicht – das ist kalt“, riet Mio den Kindern und Erwachsenen.

Zusammenarbeit mit den Eltern

Für Verena Landmeier waren die zwei Stunden, die sie mit der Turngruppe des TuS Haste unterwegs war, etwas Besonderes. Normalerweise ist sie nicht mit integrativen Gruppen auf dem Stichkanal unterwegs. „Bei den Kindern passiert viel Intuitives, es ist etwas wuseliger, aber alle habe es hinbekommen“, sagte sie. Die jungen Stand-Up Paddler konnten auf den Brettern vor allem das Gleichgewicht trainieren. Aber die Zusammenarbeit mit ihren Eltern sei ebenso wichtig gewesen, so Verena Landmeier.


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