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22-Jähriger läuft über Bahngleise Lebensgefährliche Pokémon-Jagd in Osnabrück

Auf der Jagd nach Pokemons hat ein 22-Jähriger in Osnabrück einen Einsatz der Bundespolizei ausgelöst. Foto: Imago/Felix JasonAuf der Jagd nach Pokemons hat ein 22-Jähriger in Osnabrück einen Einsatz der Bundespolizei ausgelöst. Foto: Imago/Felix Jason

Osnabrück. Die Bundespolizei in Osnabrück musste Sonntagmorgen einen leichtsinnigen „Pokémon Go“-Spieler in Sicherheit bringen. Der 22-Jährige wollte offenbar ein spezielles Pokémon fangen und war dazu über Bahngleise gelaufen. Das teilt die Bundespolizei mit.

Kurz nach acht Uhr wurde die Wache der Bundespolizei vom Fahrdienstleiter der Deutschen Bahn in Osnabrück darüber informiert, dass im Stadtteil Eversburg ein Mann über die Gleise laufe. Daraufhin wurde der betroffene Streckenabschnitt sofort für den Zugverkehr gesperrt, und eine Streife fuhr zu Ort des Geschehens in Nähe der „Pagenstecherstraße“.

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Angetrunken

Die Bundespolizisten spürten den Mann schnell auf und holten ihn von den Gleisen, sodass der Bahnverkehr wieder aufgenommen werden konnte. Bei der Befragung gab der angetrunkene 22-Jährige an, sein Mobiltelefon habe ihn auf der Suche nach einem speziellen Pokémon dorthin geführt.

Durch die veranlasste Sperrung der Strecke sind bei fünf Zügen insgesamt 48 Minuten Verspätung entstanden. Bei einer Beeinträchtigung des Zugverkehrs können auch zivilrechtliche Forderungen der Eisenbahnverkehrsunternehmen auf den Verursacher zukommen.

Bundespolizei warnt

Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang nochmals ausdrücklich auf die Gefahren in und an den Bahnanlagen hin. Leichtsinniges Verhalten – insbesondere unter Alkoholeinfluss – im Bahnbereich könne zu schweren Unfällen führen. Bahnanlagen und Eisenbahngleise dürfen nur an den dafür vorgesehenen Stellen – unter Beachtung einer besonderen Sorgfaltspflicht – betreten oder überquert werden. Der Aufenthalt im Gleisbereich sei „verboten und lebensgefährlich“.