Verwaltungsvorstände teilen sich auf Osnabrücks Finanzchef Fillep ist Chef im Stadthaus I

Von Dietmar Kröger


Osnabrück. Wenn es um die Proportionen geht, ist das neue Büro von Thomas Fillep richtig dimensioniert. „Mir hätte auch was Kleineres gereicht“, meint Osnabrücks Finanzvorstand zwar, aber zu dem Zwei-Meter-Mann passt die etwas größere Variante im Stadthaus I doch besser. Dort ist Fillep vom Rathaus hingezogen. „Dann bin ich näher an der Verwaltung.“

Wenn Osnabrücks Kämmerer Thomas Fillep vor seinem Schreibtisch auf seinem Bürosessel Platz nimmt, bekommen Begrifflichkeiten wie „relativ klein“ oder „relativ groß“ einen Sinn. Neben – und in diesem Fall auch unter – dem Hünen aus Nürnberg, der über verschiedene berufliche Stationen – unter anderem Berlin – seinen Weg nach Osnabrück gefunden hat, nimmt sich das Mobiliar in seinem Dienstzimmer vorsichtig ausgedrückt sparsam aus. Den Kämmerer stört das herzlich wenig. Äußerlichkeiten sind nicht seins. Und dass das Büro etwas größer ausgefallen ist, macht letztendlich auch Sinn. Denn es beherbergt zusätzlich noch einen großen Tisch, an dem sich auch mit mehreren Leuten bequem konferieren lässt.

Und das kommt dann doch recht häufig vor. „Es gibt viele Gesprächstermine unter anderem auch mit den Beteiligungen der Stadt , die sich natürlich dann in diesem Zimmer sehr gut machen lassen“, so Fillep, der zu Beginn seiner Amtszeit noch in Rufnähe zu Oberbürgermeister Wolfgang Griesert im Rathaus residiert hat. Die räumliche Trennung der Vorstände sei bewusst entschieden und mache Sinn, so Fillep. Während Griesert die Stellung im Rathaus hält, sitzt Stadtbaurat Frank Otte mitsamt dem größten Teil der Bauverwaltung in den Räumen des ehemaligen Dominikanerklosters und Fillep eben im Stadthaus I, wo sich viele Fachbereiche aus seinem Verantwortungsbereich finden. Wo der oder die Nachfolgerin von Sozial- und Kulturdezernentin Rita- Maria Rzyski demnächst sitzen wird, ist noch nicht entschieden. Besetzt wird der Posten aller Voraussicht nach auch wohl erst nach der Kommunalwahl im September.

„Der Kapitän muss an Bord sein, um das Schiff zu steuern“, meint Fillep und betont den Pragmatismus, der sich aus der räumlichen Nähe zu seinen Mitarbeitern ergibt. Es sei einfacher, kurz die Treppe hoch zu kommen, als erst bei Wind und Wetter ins Rathaus zu gehen, wenn es etwas zu besprechen gebe. Die Abstimmung der Vorstände untereinander funktioniere trotz der geografischen Trennung gut, betont Fillep. „Wir treffen uns regelmäßig zweimal wöchentlich.“ Außerdem sei das Rathaus im Bedarfsfall schnell zu erreichen.