Olle Use an Walhalla GmbH verkauft Osnabrücker Traditionskneipe bekommt neues Konzept

Von Wolfgang Elbers

Seit Mitte Juli neue Eigentümer der „Ole Use“-Immobilie an der Heger Straße in der Altstadt: Walhalla-Geschäftsführer Andress Bernard und seine Frau Tanja. Foto: Elvira PartonSeit Mitte Juli neue Eigentümer der „Ole Use“-Immobilie an der Heger Straße in der Altstadt: Walhalla-Geschäftsführer Andress Bernard und seine Frau Tanja. Foto: Elvira Parton

Osnabrück. Die Traditionsgaststätte Olle Use in der Altstadt hat den Eigentümer gewechselt: Mitte Juli ist nach einer zweiten Bieterrunde der Kaufvertrag zwischen der Stadt und Walhalla-Geschäftsführer Andreas Bernard unterschrieben worden. Der jetzige Pächter hat noch einen Vertrag bis 2018.

Es hat am Ende einige Wochen gedauert, bis alle Veräußerungsdetails geklärt waren, doch seit knapp zwei Wochen ist die Tinte mit den Unterschriften unter dem Vertrag für die unter Denkmalschutz stehende Immobilie Heger Straße 17 trocken. Bereits im Mai hatte der Stadtrat in nicht-öffentlicher Sitzung den Veräußerungsbeschluss gefasst, nachdem zuvor auch im Betriebsausschuss Immobilien- und Gebäudemanagement Einigkeit über einen Verkauf an die Walhalla GmbH gegeben war. Doch die Klärung aller Einzelheiten nahm länger als geplant in Anspruch, da noch ein Vorkaufsrecht der Evangelischen Stiftungen bestand.

Gespräche über früheres Pachtende

Wie schnell es jetzt Veränderungen am „Olle Use“-Konzept gibt, dürfte sich bis Mitte August entscheiden. Walhalla-Geschäftsführer Andreas Bernard: „Wir sind in guten Gesprächen mit dem jetzigen Pächter , der noch einen Vertrag bis Anfang 2018 hat, und hoffen hier in Kürze zu einem Ergebnis zu kommen.“ Wunsch des neuen Eigentümers ist es, nach Möglichkeit zu einem früheren Pachtende zu kommen, um ein neues Konzept zu ermöglichen.

Die den Ratspolitikern vorgestellten Pläne sehen vor, eine direkte Verbindung zwischen der Traditionskneipe und dem Restaurant des Hotels zu schaffen. Andreas Bernard: „Wir wollen die Traditionskneipe erhalten, aber ein moderneres Konzept realisieren. Die Gaststätte hat zwar ihr Publikum und läuft auch nach wie vor gut, aber langfristig hat ein solcher Standort keine Zukunft mehr.“

Die Toilettenräume beider Häuser liegen direkt nebeneinander, sodass eine Verbindung einfach herstellen lässt. Das Neugestaltungskonzept, dessen Umsetzung eine rund dreimonatige Umbauphase erforderlich macht, sieht vor, in der Olle Use eine kleine Küche einzurichten, um dort künftig auch kleinere Speisen zu einem günstigen Preisniveau anzubieten. Derzeit besteht das Angebot in dieser Hinsicht nur aus dem Klassiker Frikadellen.

Die langfristigen Planungen sehen vor, auch die beiden Etagen über der Gaststätte, in denen sich derzeit eine zweigeschossige Wohnung befindet, für Gastronomie beziehungsweise Tagungsräume zu nutzen. Walhalla-Geschäftsführer Bernard: „Das ist Zukunftsmusik, aber das Gesamtkonzept wird ein breiteres Publikum ansprechen und zu einer deutlichen Steigerung der Attraktivität führen.“

Beim ersten Ende 2015 von der Stadt durchgeführten Bieterverfahren lag die Vorgabe für ein Mindestangebot bei 400000 Euro. Sieben Interessenten lagen über diesem Preis. Der jetzt nach der zweiten Bieter-Runde erzielte Kaufpreis soll sich nach Informationen aus dem Rathaus-Umfeld bei mehr als 500000 Euro bewegen.


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