Henk Visch und Studierende Mitmach-Projekt in Osnabrücker Galerie „hase29“

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Osnabrück. Kunst als Gemeinschaftsprojekt: Der niederländische Bildhauer Henk Visch und seine Studierenden von der Kunstakademie Münster bespielen die Osnabrücker Galerie „hase29“.

Was ist Kunst? Vielleicht das, was im kollektiven Prozess entsteht. Der niederländische Bildhauer Henk Visch und die Studierenden seiner Klasse an der Kunstakademie in Münster starten jedenfalls am Montag, 1. August 2016, einen kollektiven Arbeitsprozess in der Galerie „hase29“ in Osnabrück. Eine Woche lang treiben Visch und die Nachwuchskünstler den Entstehungsprozess ihrer Rauminstallation als öffentliche Aktion voran. „Ein Versuch sich zu einigen“: Der Titel des Projektes erinnert an ein Stichwort, das unter Kunstwissenschaftlern groß in Mode ist - das der Aushandlung. Das Publikum soll nicht nur schauen, wenn das Werk fertig ist, sondern schon vor der Vernissage kommen und mitmachen. Hier weiterlesen: Osnabrücker Kuratorin Elisabeth Lumme im Porträt.

An fünf Werktagen

Das Publikum „wird Zeuge der Ausbreitung von Kunst im unbegrenztes Feld der Möglichkeiten“, ist von dem Münsteraner Akademie-Kollektiv laut einer Mitteilung im Vorfeld der Ausstellung zu erfahren. An fünf Werktagen sollen Zufallsbesucher an der Arbeit der Künstlerinnen und Künstler teilhaben können. Die Zeit vor der Ausstellungseröffnung ist auf jeden Fall ebenso wichtig wie die Zeit danach. Denn ab dem 1. August kann noch Einfluss genommen werden, danach nicht mehr. Dann ist das den Raum ausfüllende Werk fixiert. „Wer immer der passiven Rolle des Betrachtens entkommen möchte, ist eingeladen, sich aktiv an Kunstprozessen, Aktionen und Performances zu beteiligen“, heißt es in der Pressemitteilung. Hier weiterlesen: Forma Forma - die Installation in der Kunsthalle Osnabrück.

Offener Arbeitsprozess

Mit dem offenen Produktionsprozess will das Team rund um Henk Visch zeigen, dass Kunst sehr unterschiedlich konzipiert werden kann - als Werk für die Ewigkeit oder als flüchtige Erscheinung. Wer sich aktiv beteiligt, kann auf den Status der Kunst Einfluss nehmen. Das ist dem Kollektiv, das in der Galerie „hase29“ antritt, besonders wichtig. Die Gruppe will eine Installation erstellen, die Materialkunst, Skulptur und Objekte sowie Bilder in verschiedenen Medien integriert. Henk Visch und die Nachwuchskünstler dokumentieren den Prozess. „Jede Aktion wird durch uns gefilmt und als Videoloop projiziert und zeigt einen subjektiven Betrachterblick“, sagt Laura Mareen Lagemann, eine der Künstlerinnen. Hier weiterlesen: Neues Programm der Stadtgalerie - Christoph Seidel im Interview.

Biennale und Documenta

Der niederländische Bildhauer Henk Visch wurde 1950 in Eindhoven geboren. Nach seiner Ausbildung in ‚s-Hertogenbosch nahm Visch an der Biennale von Venedig (1988) und an der Documenta 9 von 1992 teil. Visch war Professor an der Kunsthochschule in Stuttgart. Seit 2005 bekleidet er eine Professur für Bildhauerei an der Kunstakademie in Münster. An dem Kunstprojekt „Ein Versuch sich zu einigen“ nehmen teil: Nomin Altankhuyag, Anna-Katharina Bissantz, Ewa Budny Lena Dues, Fabiana Dombrowski , Francisco Javier Buendia, Frederike Brenseler, Henrik Straßmann , Hubertus W. Huvermann, Julia Hielscher, Laura Mareen Lagemann, Lena Homann , Sarah Jupe, Lisa Kiss, Michelle Hennig, Eu Sun Ko, Philipp Reuver, Pia Simone Thünemann, Tineke Kaiser, Henk Visch, Alexander Wierer, Miriam Voss. Hier weiterlesen: Brille im Museum - das Netz lacht über Kunststreich.

Info:www.klasse-henk-visch.de


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