Verlegung am Mittwoch Osnabrück: 33 neue Stolpersteine erinnern an Nazi-Opfer

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Osnabrück. An diesem Mittwoch werden in Osnabrück weitere Stolpersteine verlegt, die an insgesamt 33 Osnabrücker Opfer des Nationalsozialismus erinnern sollen.

Die Verlegung der gravierten Pflastersteine , die auf ein Kunstprojekt von Gunter Demnig zurückgehen, beginnt um 14 Uhr am Kiefernweg 13/19 im Stadtteil Hafen. Dort befand sich die sogenannte „Papenhütte“, eine Barackensiedlung, die der Wohnort zahlreicher Osnabrücker Sinti war. Insgesamt 21 Stolpersteine werden künftig an Osnabrücker erinnern, die von der „Papenhütte“ aus in Vernichtungslager deportiert worden sind. Allein zehn Steine erinnern an Mitglieder der Familie Schmidt. Die Patenschaft übernehmen die Stadtwerke. Für die Familie Robert Wilhelm Imker werden sechs Steine verlegt, Paten sind der evangelische Kirchenkreis Osnabrück, Barbara Lükenga, Heike Papenburg, Ute Trautmann und Astrid Hecht. Fünf weitere Steine werden in Erinnerung an die Familie Wilhelm Imker verlegt. Paten sind die Calmeyer-Initiative, die Jusos Osnabrück-Land und Beate Rudloff. Ebenfalls am Ort der „Papenhütte“ wohnte Johann Osthoff, der in Hadamar ermordet wurde. Die Patenschaft für den ihm gewidmeten Stein übernimmt Thomas Schmidt-Benkowitz. Auch Gerhard Möller wohnte am heutigen Kiefernweg. Er wurde wegen angeblicher Homosexualität kriminalisiert und starb in Sachsenhausen. Pate für seinen Stein ist der Verein Gay in May.

Um voraussichtlich 15 Uhr erhält an der Artilleriestraße 9a im Stadtteil Westerberg Friederich Deters einen Stolperstein. Er wurde als politisch Verfolgter erschossen. Pate seines Stolpersteins ist Gerhard Hinkeldey.

Um 15.30 Uhr wird die Stolpersteinverlegung an der Natruper Straße fortgesetzt, wo ein Stein in Erinnerung an die in Hadamar ermordete Frieda Daten, geb. Daseking, ins Pflaster eingelassen wird. Die Patenschaft übernimmt Renate Augustin.

Für Gertrud Leichtentritt, geb. Grünewald, wird um 16 Uhr ein Stolperstein an der Gutenbergstraße 5 verlegt. Paten sind Christa Uldrich-Schartau und Harald Schartau.

Um 16.30 Uhr folgt an der Schlossstraße 47 die Verlegung eines Stolpersteins für Else Tismer, ermordet 1941 in Hadamar. Patin ist Gerda Matzke.

Am Ende der Route werden um 17 Uhr an der Kommenderiestraße 19 sechs Stolpersteine für die Familie Winter verlegt, die in Auschwitz starb. Paten sind Uta Röhl, das Ökumenische Netzwerk „Asyl in der Kirche“, Ulrike Graf, Christopher Cheeseman, das Theater Probebühne sowie Sabine, Markus, Mattis und Luise Boos.