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An der Sutthauser Straße Peters Fahrradladen in Osnabrück macht nach 33 Jahren zu


Osnabrück . Nach 33 Jahren schließt Peters Fahrradladen an der Sutthauser Straße in Osnabrück. Inhaber Peter Reichel begründet den Schritt mit dem zunehmenden Fachkräftemangel.

Nach mehr als drei Jahrzehnten ist Schluss: Peter Reichel schließt seinen kleinen urigen Fahrradladen an der Sutthauser Straße in Osnabrück. Doch nicht etwa, weil es an Kundschaft oder Aufträgen mangelt. Ganz im Gegenteil: „Wir haben volle Auftragsbücher“, gibt Peter Reichel zu erkennen. „Doch je größer der Laden wurde, desto größer wurde auch der Arbeitsaufwand.“ Diesem könne er mit seinem vierköpfigen Team nicht mehr entsprechen.

Seit Längerem hätte er sich nach geeignetem Fachpersonal umgesehen, doch sei die Aussicht auf geschulte Mitarbeiter in der Fahrradbranche schwierig. Und sein Anspruch ist hoch. „Einfach nur Fahrradzubehör an die Wände hängen und dann verkaufen kann jeder. Unser Anspruch ist auch die Beratung der Kunden, die zu uns in den Laden kommen“, sagt Reichel. Und dazu bedarf es Fachpersonal, „das wirklich einen Marktüberblick hat und nicht Menschen, die dem Kunden die Hersteller-Versprechungen einer Verpackung vorlesen können“.

Schließung kommt zu früh

In der aktuellen Situation hätte es für das Geschäft nur zwei Möglichkeiten gegeben: „Entweder wir verkleinern uns jetzt oder wir machen mit reduziertem Personal weiter“, sagt Reichel. Beides sei jedoch nicht erstrebenswert und aus kaufmännischer Sicht untragbar. Für ihn komme das Ende seines Fahrradladens „drei bis vier Jahre zu früh. Ein unfreiwilliges Ende sozusagen“. Seinen Humor hat er jedoch nicht verloren: „Da Fachkräftemangel herrscht, können auch wir alten Säcke noch was finden“, sagt Peter Reichel und schmunzelt.

Für seine Kunden ist die Schließung des Ladens enttäuschend. „Traurig, dass immer wieder die kleinen Läden schließen müssen“, sagt eine Kundin. Noch bis zum 6. August können Kunden in Peters Fahrradladen Fahrräder und Zubehör zu reduzierten Preisen erwerben. Dabei gilt der Grundsatz: Nur solange der Vorrat reicht. „Danach ist Schluss“, sagt Peter Reichelt.


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