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Schachbrettmuster erneuert Wer hat Vorrang am Osnabrücker Domhof?

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Osnabrück. Die Stadt Osnabrück hat das Schachbrettmuster an der Ecke Lortzingstraße/Domhof erneuern lassen. Die Bemalung geht zwar rechtlich nicht als Verkehrszeichen durch, sorgt aber anscheinend für mehr Verkehrssicherheit.

Die eckige Markierung auf der Fahrbahn existiert mittlerweile schon seit rund 15 Jahren . Ein Osnabrücker Ratsmitglied hatte das Schachbrettmuster einst in Bad Homburg entdeckt und als Idee für die Ecke zwischen Theater und dem heutigen Lieblingscafé vorgeschlagen. Hintergrund war damals eine Häufung von Unfällen am Ende der Fußgängerzone.

Verkehrssicherheit im Fokus

Nachdem die Farbe in den vergangenen Monaten vor allem auf der Fahrbahnmitte immer mehr verblasste , hat die Stadt Osnabrück das Muster jetzt erneuern lassen. „Das Schachbrettmuster dient vor allem der Verkehrssicherheit“, sagt Sandra Solf, Leiterin des Fachbereichs Bürger und Ordnung bei der Stadt Osnabrück. „Durch die Markierung sind die Verkehrsteilnehmer generell aufmerksamer und vorsichtiger – auch wenn das Muster selber keine rechtliche Bindung hat.“ Anders als bei einem Zebrastreifen, auf dem Fußgänger Vorrang haben, bietet das Osnabrücker Schachbrett also keine verbindliche Regelung. Somit haben auch Fußgänger keinerlei Vorrang gegenüber Autos oder Fahrrädern, die die Lortzingstraße oder die Straße am Domhof befahren.

Nur wenige Unfälle

Ein Blick auf die Unfall-Statistik der vergangenen Jahre scheint Solfs Angaben jedoch zu bestätigen: Wie Polizeisprecherin Marike Kocar im Gespräch mit unserer Redaktion mitteilt, ist die Zahl der Unfälle an besagter Straßenecke in der Tat überschaubar. „In den Jahren 2013 bis 2015 haben wir vier Unfälle verzeichnet. Dabei waren keine Fußgänger oder Radfahrer beteiligt“, so Kocar.

In der Vergangenheit hatte das Schachbrettmuster jedoch nicht nur Zustimmung erfahren. So wurde kritisiert, dass es Fußgängern fälschlicherweise suggeriere, sie hätten Vorrang.


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