Nähe Campus Westerberg Richtfest am neuen Studentenwohnheim in Osnabrück


Osnabrück. Erster Spatenstich am 6. November, Grundsteinlegung am 5. April, Richtfest am 14. Juli: Auf der Baustelle für das neue Studentenwohnheim nahe dem Campus Westerberg läuft bislang alles wie am Schnürchen. Bleibt es so, kann das 178-Betten-Haus planmäßig zum Sommersemester 2017 eröffnen.

Der 15 Millionen Euro teure Neubau an der Natruper Straße/Berghoffstraße macht rasche Fortschritte. Das Studentenwerk Osnabrück als Bauherrin rechnet mit einer pünktlichen Fertigstellung. „Wir liegen sehr gut im Zeitplan, der guten Koordination und der guten Arbeitsatmosphäre am Bau sei Dank“, sagte Geschäftsführerin Alexandra Krone am Donnerstag vor Handwerkern und Architekten.

Lernen und Leben in angenehmer Atmosphäre

Das Studentenwohnheim verspreche „ein behagliches Zuhause mit hoher Aufenthaltsqualität zu bezahlbaren Mietpreisen“. 126 Einzelapartments umfasst der mehrgliedrige, im Passivhaus-Standard errichtete Komplex, davon 18 für Menschen mit Behinderung, außerdem 19 Gemeinschaftswohnungen für bis zu vier Personen sowie eine Familienwohnung für Studenten mit Kind. Früher befand sich auf dem Grundstück eine Gaststätte mit Kegelbahn und ein als „Blaues Haus“ bekanntes Bordell. (Weiterlesen: Osnabrücker Studentenwohnheim gehörte der Hitlerjugend)

Der vollendete Rohbau lässt nun bereits erahnen, wie die Anlage in weniger als einem Dreivierteljahr aussehen wird: Der Natruper Straße zugewandt entsteht ein dreigeschossiges Gebäude mit zurückspringendem Staffelgeschoss, dahinter ein deutlich flacheres mit Laubengängen zum Innenhof. Beide Teile sind durch eine gemeinsame Parkebene verbunden. Zur Berghoffstraße im Prinzip dasselbe Bild – mit einem Unterschied: Das vordere Haus ist zweigeschossig (plus Staffelgeschoss) und verfügt nicht nur über Treppenhäuser, sondern auch über einen Aufzug. (Weiterlesen: Wie das Studentenwerk Osnabrück mit wachsenden Ansprüchen von Studenten Schritt hält)

Zwei weitere Bauprojekte in der Pipeline

Helle Klinkerriemchen, raumhohe Fenster in asymmetrischer Anordnung und vereinzelte, bunte Fassadenplatten sollen später die Außenansicht des Studentenwohnheims bestimmen, ebenso Sockelgeschosse aus Putz oder Sichtbeton. Das grüne Herz der Anlage schlägt zwischen den beiden Teilgebäuden: Dort entfaltet sich rund um 100 Jahre alte Linden eine Wiese mit Bänken, Terrasse und Bocciabahn.

Das Projekt mit dem Arbeitstitel „Studentisches Wohnen in Campusnähe“ ist übrigens nicht das einzige, welches das Studentenwerk Osnabrück derzeit in der Stadt verfolgt. Ein Studentenwohnheim an der Jahnstraße soll in den kommenden Monaten um 42 Plätze aufgestockt werden. Außerdem erhielt das Studentenwerk im Juni die Erlaubnis zum Bau und Betrieb eines Studentenwohnheims mit 124 Plätzen an der Albert-Einstein-Straße im Wissenschaftspark.


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