42 Stunden ohne Pause gefahren Polizei stoppt völlig übermüdete Lkw-Fahrer bei Osnabrück

Einen völlig übermüdeten Lkw-Fahrer hat die Polizei nach eigenen Angaben am Dienstagmorgen bei Osnabrück gestoppt. Symbolfoto: Daniel Bockwoldt/dpaEinen völlig übermüdeten Lkw-Fahrer hat die Polizei nach eigenen Angaben am Dienstagmorgen bei Osnabrück gestoppt. Symbolfoto: Daniel Bockwoldt/dpa

Osnabrück. Einen völlig übermüdeten Lkw-Fahrer hat die Polizei nach eigenen Angaben am Dienstagmorgen bei Osnabrück gestoppt. Gemeinsam mit seinem Fahrer-Kollegen hatte der Mann offenbar die rund 2800 Kilometer vom türkischen Izmir bis nach Osnabrück ohne Pause absolviert.

Ein aufmerksamer Verkehrsteilnehmer hatte der Polizei am Dienstagmorgen den Sattelzug gemeldet, der auf der A30 in Höhe des Autobahnkreuzes Osnabrück-Süd in starken Schlangenlinien unterwegs war – eine Beobachtung, die sich auch den alarmierten Beamten der Autobahnpolizei Osnabrück bot: Der Fahrer lenkte seinen Sattelzug mehrfach rund einen Meter über die mittlere Fahrbahnmarkierung auf die Überholspur.

Von Izmir in die Niederlande

Gegen 6.50 Uhr stoppten die Polizisten schließlich das Fahrzeug in Höhe der Anschlussstelle Hasbergen. Schon während der Kontrolle hatte der Fahrer deutlich sichtbare Probleme mit seiner Müdigkeit. Bei der Fahrzeugkombination handelte es sich um einen Lkw einer türkischen Spedition, der mit frischem Fisch beladen war. Das Fahrzeug war auf direktem Weg aus Izmir (Türkei) in die Niederlande unterwegs.

2.800 Kilometer ohne Pause

Offenbar waren die beiden Fahrer die 2.800 Kilometer von Izmir bis zur Kontrolle ohne nennenswerte Unterbrechung durchgefahren. Aufgrund der Aufzeichnungen des in der Sattelzugmaschine eingebauten Kontrollgerätes konnten die Polizisten nachvollziehen, dass beide Fahrer seit mindestens 42 Stunden unterwegs waren. Nach der Kontrolle durften die beiden Lkw-Fahrer eine angeordnete Zwangspause einlegen.

Fahrer ist Wiederholungstäter

Vor dem Schlafen musste der betroffene Fahrer für die Gefährdung des Straßenverkehrs jedoch zunächst eine Sicherheit in Höhe von 250 Euro hinterlegen. Bei der Auswertung der gesicherten Daten stellten die ermittelnden Beamten fest, dass der Fahrer offensichtlich ein Wiederholungstäter ist.

Strafe für Fahrer und Spedition

Gegen ihn und gegen das Transportunternehmen leitete die Polizei weitere Ermittlungsverfahren ein. Der Fahrer dürfte mit einem Bußgeld von 5.000 Euro, seine Spedition mit einer Strafe von circa 19.000 Euro rechnen.