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Öffentlicher Internetzugang Freies WLAN in Osnabrück: Das sind die Hotspots

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An neun Standorten in Osnabrück können Nutzer jetzt drahtlos, gratis und unbegrenzt im Internet surfen. Zwei weitere öffentliche WLAN-Hotspots werden in Kürze freigeschaltet. Foto: David EbenerAn neun Standorten in Osnabrück können Nutzer jetzt drahtlos, gratis und unbegrenzt im Internet surfen. Zwei weitere öffentliche WLAN-Hotspots werden in Kürze freigeschaltet. Foto: David Ebener 

Osnabrück. An neun Standorten in der Osnabrücker Innenstadt können Nutzer ab sofort drahtlos, gratis, zeitlich unbegrenzt und ohne Registrierung im Internet surfen. Zwei weitere freie WLAN-Hotspots kommen in Kürze hinzu.

Wie die Stadt Osnabrück am Dienstagnachmittag bekannt gab, befinden sich die ersten öffentlichen WLAN-Hotspots an folgenden Punkten: Touristeninformation (Bierstraße 22-23), Krahnstraße/Ecke Markt, Hasestraße/Domvorplatz, Lortzingstraße/Theater, Domhof/Nikolaiort, Jürgensort/Große Straße, Kamp/Adolf-Reichwein-Platz, Neumarkt und Hauptbahnhof/Theodor-Heuss-Platz. Außerdem bietet die Stadt Internetzugänge zum Nulltarif am Markt und im Bereich Große Straße/Markthalle. Diese beiden Standorte sollen bis Ende August freigeschaltet werden.

So funktioniert das öffentliche WLAN

WLAN steht für „Wireless Local Area Network“, ist also ein funkbetriebenes, räumlich begrenztes Netzwerk. Wer an einem der elf Osnabrücker WLAN-Hotspots auf das weltweite Datennetz zugreifen will, verbindet sein geeignetes Endgerät mit dem offenen WLAN-Netz „Telekom“. Der Browser – also das Computerprogramm zum Aufrufen der Internetseiten – öffnet sich automatisch. Die folgende Startseite zeigt ein Foto des belebten Platzes vor Rathaus und Marienkirche, darunter die Zeilen „Kostenlos surfen mit Hotspot“ und „Willkommen in der Friedensstadt Osnabrück“. Mit einem weiteren Klick auf die dazwischen liegende, rote Schaltfläche „Online gehen“ kann das Surfvergnügen beginnen.

Einigung mit Werbepartner

Ermöglicht wird das öffentliche WLAN in Osnabrück durch eine Kooperation mit der Firma Ströer, deren Kerngeschäft die Reklame an Litfasssäulen und Werbetafeln ist. Als die Stadt Osnabrück 2013 einen neuen Vertrag mit dem deutschen Marktführer abschloss, handelte sie ein Gratis-WLAN mit ein. Für Ströer war das Neuland.

Das Unternehmen suchte sich deshalb die Telekom als Partner, die nun ihre in Osnabrück vorhandenen Hotspots öffnete. Geld fließt zwischen Ströer und der Stadt nicht: Als Gegenleistung für das öffentliche WLAN darf die Firma pachtfrei fünf zusätzliche Plakatvitrinen, sogenannte Citylights, aufstellen.

„Imagegewinn für die Stadt“

„Ich halte es für wichtig, dass Städte unserer Größenordnung freies WLAN anbieten“, sagte Stadtbaurat Frank Otte bei der offiziellen Vorstellung der Hotspots. Dies komme heutigen Gewohnheiten entgegen, sich im Internet etwa über Einkaufsmöglichkeiten vor Ort zu informieren oder Fotos und Erlebnisse zu teilen. Die Osnabrücker Marketing- und Tourismusgesellschaft OMT, die mit dem öffentlichen Internetzugang vor allem ausländische Gäste und Studenten erreichen will, verspricht sich einen „erheblichen Imagegewinn“ für die Stadt. Freies WLAN steigere „die Aufenthaltsqualität und den Wohlfühlcharakter“, sagte Sprecherin Beate Krämer. Besonders für diejenigen, die „nur eine kleine oder gar keine Internet-Flat“ hätten, sei das „ein ganz tolles Angebot“.

Ströer-Vertreter erklärten Osnabrück am Dienstag zum Pilotprojekt. „Wir werden das Thema auch in andere Städte tragen, Anfragen gibt es reichlich“, sagte Geschäftsführer Hermann Meyersieck. Der Firma sei es wichtig, das Angebot werbefrei und nutzerfreundlich zu gestalten. Pro Hotspot können sich nach Angaben von Ströer-Niederlassungsleiter Thomas Lehner 30 Nutzer gleichzeitig ins Internet einwählen. Das sei bis zu sechsmal mehr als üblicherweise benötigt. Die Surfgeschwindigkeit sei abhängig von der Zahl paralleler Nutzungen sowie vom jeweiligen Endgerät. Allerdings müsse, wer einen Hotspot verlässt, sich bei Bedarf woanders neu einwählen.

Ausstiegsklausel für Ende 2018

OMT-Chefin Petra Rosenbach sprach von der „günstigsten, praktikabelsten, sichersten und zuverlässigsten Lösung zum jetzigen Zeitpunkt“. Gleichwohl wisse die Stadt Osnabrück „um die rasanten Entwicklungen auf diesem Gebiet“, betonte Stadtbaurat Otte. In den bis 2021 laufenden Vertrag mit Ströer wurde deshalb eine Hintertür eingebaut: Beide Seiten können die WLAN-Vereinbarung zum Jahresende 2018 kündigen.


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