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Neuer Klassentrakt Integrierte Gesamtschule Osnabrück bekommt mehr Platz zum Lernen

Von Matthias Liedtke

<em>Verewigt:</em> Siebtklässler der IGS befüllen die Bulle für den Neubau gemeinsam mit (von links) Schulleiter Stefan Knoll, den Architekten Helmut Andermann und Axel Winter sowie Stadträtin Rita Maria Rzyski Foto: Gert WestdörpVerewigt: Siebtklässler der IGS befüllen die Bulle für den Neubau gemeinsam mit (von links) Schulleiter Stefan Knoll, den Architekten Helmut Andermann und Axel Winter sowie Stadträtin Rita Maria Rzyski Foto: Gert Westdörp

Osnabrück. Der Grundstein für einen neuen Klassentrakt an der Integrierten Gesamtschule (IGS) in Osnabrück-Eversburg ist gelegt. Dabei war zunächst lediglich eine Altbausanierung geplant. Als dann aber vor vier Jahren offenkundig wurde, dass der Neubau günstiger kommen und der Rat darin investieren würde, stand dem stufenweisen Wachstum der „lebendigen Schule im Aufbau“ nichts mehr im Wege. So formulierte es Stefan Knoll, der seit drei Jahren die IGS leitet.

Noch immer sei der „Zauber der Neugründung“ dieser Schulform, die „den gesamten Querschnitt der Schülerschaft“ von der Gymnasialempfehlung bis hin zum sonder- und förderpädagogischen Unterstützungsbedarf abbilde, zu spüren. Die Aufbruchsstimmung und der Gründergeist, die sich bis hin zur engagierten Elternschaft erstreckten, sollen „noch möglichst lange erhalten bleiben“, erhoffte sich der Schulleiter.

Noch hatten nur jeweils drei Schüler der bislang 15 Klassen Platz auf der Großbaustelle. In naher Zukunft soll das 100 Meter lange und 13 Meter hohe Gebäude jedoch auf drei Stockwerken mit einer Gesamtnutzfläche von 5700 Quadratmetern Platz für rund 900 der mehr als 1100 Schüler bieten, die im Jahr 2018 die fertige IGS bevölkern werden. Neben 30 Klassenräumen, gemeinsamen Lerninseln und Gruppenräumen sorgen einzelne Lernboxen für ungestörtes und individuell selbstbestimmtes Lernen.

Bereits seit 2007 sei der Bau angestrebt und geplant worden, verriet Stadträtin und Sozialdezernentin Rita Maria Rzyski. Nach einem Architektenwettbewerb, bei dem 25 Entwürfe eingegangen sind, habe man sich schließlich für die „nicht nur funktionale, sondern dabei auch noch gut aussehende“ Lösung der Osnabrücker „Reindersarchitekten“ entschieden.

Die Klassentrakte werden in sechs Jahrgangsflure mit jeweils fünf Klassenräumen plus Lehrerstation gegliedert sein, die durch eine zentrale, lichtdurchflutete Halle miteinander verbunden sind.

Schule mit Charakter

Offene Kernbereiche und viel Glas werden für jene Transparenz und auch gefühlte Inklusion sorgen, die zum ganzheitlichen Wachstumsprozess der IGS passt, und laden zum nachhaltigen und nicht isolierten Lernen mit- und voneinander ein. „Ein gut durchdachtes Konzept“, resümierte Rzyski und wünschte dieser neuen Schulform in Osnabrück, die bereits nach der bisherigen, drei Jahre langen Aufbauzeit Vorbildcharakter erlangt habe, „eine wunderbare, großartige Zukunft“.

Nicht nur für Schülersprecherin Alena Klaukin ist die IGS bereits heute „längst zu einem zweiten Zuhause geworden“. In ihrer Ansprache betonte sie, wie spannend es sei, die Schule wachsen zu sehen, und wünschte den Handwerkern einen „erfolgreichen und unfallfreien Verlauf“. Neben einer Ausgabe der aktuellen Tageszeitung, Bauplänen, Münzen und vier Artikeln, die den Werdegang des Bauvorhabens dokumentieren, fanden auch Bilder mit Unterschriften von Schüler und Lehrern des Gründungsjahrgangs Platz in der Bulle. Musikalisch begleitete die feierliche Grundsteinlegung bei strahlendem Sonnenschein die hauseigene, aus elf Schülern der sechsten und siebten Klasse bestehende IGS-Band. Inklusive eigenem Schul-Song.