Drei Jazz!Nights“ in Osnabrück Drei Nächte mit facettenreichem Jazz im Blue Note

Formation „70th Jazzrock Herbie Hancock/Tony Williams Lifetime“. Foto: Swaantje HehmannFormation „70th Jazzrock Herbie Hancock/Tony Williams Lifetime“. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Die „Jazz!Nights“ im Blue Note lieferten einmal mehr den Beweis, dass am Institut für Musik der Hochschule Osnabrück auf hohem Niveau musiziert wird.

Da singt eine junge Frau brasilianische Klassiker, als sei sie am Zuckerhut aufgewachsen. Ein Trompeter liefert sich ein rasantes Duell mit einem Schlagzeuger. Eine Band entwirft in einem Stück mit dem Titel „Schlaflied nach der Tagesschau“ schöne Melodien, die sich zu einem fulminanten Klimax steigern. Eine ausgewachsene Big Band versammelt sich auf der Bühne des Blue Note, um mit viel Effet große Hits der Swingära zu interpretieren.

Das Semester an der Hochschule Osnabrück geht zu Ende, also wird es wieder Zeit für die Semesterabschlusskonzerte des Instituts für Musik (IfM). Glücklicherweise haben die Verantwortlichen der verschiedenen Studienprofile nicht wieder, wie im Januar, die Konzerte auf dieselben Tage gelegt. Denn manch einer überlegt doch, ob er nicht vielleicht sowohl zur „Pop!Stage“ als auch zu den „Jazz!Nights“ gehen will, um zu sehen und zu hören, was sich am IfM so tut. Dass es Überschneidungen zwischen dem Jazz- und dem Pop-Profil gibt, zeigen allein die Combos, die von Todor „Tosho“ Todorovic gecoacht werden. „Blues and Beyond“ heißen sie hier, „Jazz´n´Blues“ dort. In Letzterer zeigte sich übrigens Sängerin Luisa Bartel am Dienstag zu später Stunde von ihrer bluesigen Seite, während sie am Mittwoch gekonnt ins Latin-Fach wechselte. Vielseitigkeit ist am IfM halt gefragt.

19 Combos musizieren

„Jazz!Nights“, das heißt: 19 Combos musizieren an drei Abenden unter den Stichworten „Jazz Grooves & Vocalnight“, „Latin & Big Band Night“ sowie „Bebop to Modern“. So zeigten die Malaysian Kaos Kids am Dienstag, was sie bereits auf Einladung des Goethe-Instituts Malaysia beim World Youth Jazz Festival im Mai in Penang performten. Allerdings musste Dozent Frederik Köster jetzt im Blue Note mit seiner Trompete den Part von Sängerin Natalia Kowalczyk übernehmen, die leider nicht an den „Jazz!Nights“ teilnehmen konnte.

Apropos Sängerin: Die eingangs erwähnte Vokalistin mit südamerikanischen Flair heißt Elsa Johanna Mohr und hat tatsächlich eineinhalb Jahre in Brasilien gelebt.


Blue Note, Donnerstag, 23. Juni, 20 Uhr: „Jazz!Nights“. Semesterabschlusskonzert des Studienprofils Jazz am IfM: „Bebop to Modern“

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