„ahnen leben“ in Osnabrück Renate Hansens Kunstprojekt in der Galerie „hase29“

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Bildserien aus Porträts zeigen Renate Hansen und Mitglieder ihres Projektes. Foto: Jörn MartensBildserien aus Porträts zeigen Renate Hansen und Mitglieder ihres Projektes. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. „ahnen leben“: Unter diesem Titel stellen Künstlerin Renate Hansen und Teilnehmerinnen eines Kunstprojektes Bilder zum Thema Ahnen in Osnabrück aus.

Eine „Leistungsschau“ soll es nicht sein, was Renate Hansen und zehn weitere Frauen jetzt in der Galerie „hase29“ in der Osnabrücker Hasestraße installiert haben. Der Künstlerin und Kunstvermittlerin Hansen geht es eher um die Dokumentation der gemeinsamen Arbeit von Frauen, die sich unter der Überschrift „Die Kunst und das Ich“ ein Jahr lang an der Osnabrücker Musik- und Kunstschule künstlerisch mit dem Thema Ahnen beschäftigt. Hier weiterlesen: Galerie in der Hasestraße - Kuratorin Elisabeth Lumme im Porträt.

„leben ahnen“: Der Titel lässt anspielungsreich in wolkiger Atmosphäre schweben, was Hansen und die Teilnehmerinnen des Projektes miteinander verbunden sehen möchten – den Bezug zu Vorfahren und die Frage, was daraus für das heutige Leben folgt. Die Ahnen, das Ahnen: Die Bedeutungsumkehr dieses zentralen Wortes weist bereits darauf hin, dass es hier nicht um ein Projekt historischer Aufklärung geht, wenngleich die Projektgruppe den Anspruch erhebt, mit künstlerischen Mitteln Forschung zu betreiben. Hier weiterlesen: Galerie in der Hasestraße eröffnet mit „start55“.

Meist von Fotografien ausgehend, haben die Teilnehmerinnen des Projektes Bildserien entwickelt, die Porträts von Menschen collagieren, überblenden, variieren. Die Bilder sind in Serien entstanden, sie folgen meist dem Entstehungsrhythmus einer Ab- und Verwandlung, die offensichtlich darauf abzielt, in den Dimensionen eines Menschenbildes Facetten von gelebter Biografie aufzufalten. Hier weiterlesen: Brille im Museum - das Netz lacht über Kunst-Streich .

Künstlerische Arbeit und biografische Selbsterkundung verschränken sich dabei. Dass sich die collagierten Gesichter in den Bildserien im gleichen Zug Gestalt gewinnen und dann doch wieder in ihren Konturen verschwimmen, darf als bezeichnender Verweis auf die Anlage des ganzen Kunstprojektes gelesen werden. Hier weiterlesen: Jahresausstellung im Atelier Hansen/Blieffert .

Als „hase29“-Kuratorin versteht Elisabeth Lumme das Projekt als Beispiel einer Ausstellung als Prozess. Am Sonntag, 26. Juni, 10–16 Uhr, bietet die Projektgruppe einen offenen Workshop an, am Dienstag, 28. Juni, stehen die Ausführenden ab 19 Uhr zu einem Gespräch über ihre Bilder bereit. Hier weiterlesen: Preis für Klasse der Musik- und Kunstschule .

Osnabrück, „hase29“: „leben ahnen“. Eröffnung, Samstag, 25. Juni, 19.30 Uhr. Bis 30. Juli. Mi., Fr. 14–18 Uhr, Do. 16–20 Uhr, Sa. 11–15 Uhr.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN