Verein „Löwen für Löwen“ Fundraising für neue Löwenanlage im Osnabrücker Zoo

Von Nancy Knäuper

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Osnabrück. Die Löwen im Osnabrücker Zoo brauchen ein neues Zuhause. Um den Zoo bei der Realisierung der neuen Löwenanlage finanziell zu unterstützen, stellte der Zoo-Beiratsvorsitzende Fritz Brickwedde den Verein „Löwen für Löwen“ vor.

„Wir haben heute etwas ganz Großes vor“, begrüßt Fritz Brickwedde die rund 120 geladenen Gäste bei der Vorstellung und Gründung des Vereins „Löwen für Löwen“. Der Beiratsvorsitzende des Zoos Osnabrück ist nicht nur im Sternzeichen Löwe geboren, sondern auch ein großer Fan der Raubkatzen und hatte die Idee zur Gründung des Fördervereins.

Mithilfe der Mitgliedsbeiträge, Spenden und verschiedener Charity-Aktionen sollen insgesamt 200.000 Euro gesammelt werden, um die Finanzierungslücke zu schließen, und den Bau der neuen Löwenanlage, die voraussichtlich rund 1,5 Millionen Euro kosten wird, realisieren zu können. (Weiterlesen: Zoo Osnabrück will Löwenanlage „dringend“ vergrößern)

Löwenhaus ist zu klein

Löwenmännchen Nakuru, die Weibchen Nyota und Shaba sowie die drei Söhne Kipangi, Amani und Mahiri leben zurzeit auf der Löwenanlage des Osnabrücker Zoos. Vor acht Jahren bekamen die Weibchen insgesamt neun Jungtiere und bescherten dem Zoo damit viele begeisterte Besucher. Damit es auch in Zukunft noch einmal Nachwuchs bei den Löwen geben kann, muss die Anlage jedoch erheblich vergrößert und umgestaltet werden.

Die gesetzlichen Vorschriften zur Haltung der Tiere haben sich mittlerweile geändert und das Löwenhaus ist nach den neuesten Richtlinien aus dem Jahr 2014 zu klein. Deshalb soll ein neues Löwenhaus gebaut werden und auch eine Neugestaltung des Außengeheges ist geplant.

„Die neue Löwenanlage ist direkt neben dem Gehege der Giraffen geplant und wir wollen auch dort Höhenpfade ähnlich den Baumkronenpfaden im Kajanaland anlegen“, erläutert Zoogeschäftsführer Andreas Busemann die Pläne. Auf diese Weise können die Besucher die Tiere auf ganz besondere Weise ohne störende Trennelemente erleben.

Christian Wulff über die Bedeutung des Zoos

Unter den rund 120 geladenen Gästen der Veranstaltung waren nicht nur der ehemalige Tierpfleger Ortwin Imming, der jahrzehntelang die Raubtiere im Osnabrücker Zoo gepflegt hat, sondern auch Ex-Bundespräsident Christian Wulff. Er engagiert sich seit vielen Jahren für den Osnabrücker Zoo und leistete einen Beitrag zur Realisierung der afrikanischen Tierwelt Takamanda.

Wulff hielt am Samstag einen Vortrag zum Thema „Zoos verbinden – Tiere und Menschen, Alt und Jung, Spaß und Lernen“ und sprach darüber, wie wichtig der Zoo als besucherreichste Einrichtung für die Stadt Osnabrück ist. Er lobte auch das Engagement der Bürger, die einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Osnabrücker Zoos beigetragen haben.

Verein auf unterschiedliche Weise unterstützen

Mitglieder des Vereins „Löwen für Löwen“, der am Samstag aus der Taufe gehoben wurde, können den Zoo nicht nur durch Spenden und dem voraussichtlichen Mitgliedsbeitrag von 80 Euro im Jahr unterstützen, sondern sich auch bei den zahlreichen geplanten Charity-Aktionen und Kooperationen einbringen.

Zoogeschäftsführer Andreas Busemann stellte verschiedene mögliche Aktionen vor, wie ein Charity-Fußball-Turnier, ein Entenrennen auf der Hase oder ein Löwendinner, ähnlich dem Bürgerdinner, im Zoo. Ein erstes Projekt ist „Die Nahner Kaffeeröstung“, eine spezielle Kaffemischung, die in Osnabrück geröstet und exklusiv im Marktkauf Nahne verkauft wird. Je Kilogramm wird ein Euro für das neue Löwengehege im Osnabrücker Zoo gespendet.  

Offiziell gegründet werden soll der Verein in den nächsten Wochen. Bei der Vorstellung der neuen Fundraisingkampagne konnten bereits über 30 Mitglieder für den Verein „Löwen für Löwen“ gewonnen werden.

Landschaftsarchitekt Peter Drecker spendete spontan 2000 Euro, weil er sich im Zoo Osnabrück „immer wohlgefühlt hat“. Brickwedde ist zufrieden mit dem Ergebnis und hofft, dass noch viele Löwenfans für den Verein gewonnen werden können, damit sich die Löwen des Osnabrücker Zoos bald über ein neues Zuhause freuen können.


Entwicklung des Osnabrücker Zoos

Der Zoo Osnabrück feiert in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag. Er wurde 1936 als Heimtiergarten auf Initiative von Osnabrücker Bürgern gegründet. Im Laufe der Jahre hat sich der Zoo weiterentwickelt und ist vor allem seit der Eröffnung des unterirdischen Zoos im Jahr 2009 und der afrikanischen Erlebniswelt Takamanda im Jahr 2010 zu einem beliebten Ausflugsziel für Besucher geworden.

Mittlerweile besuchen jedes Jahr mehr als eine Million Menschen den Zoo Osnabrück, 56 Prozent kommen sogar von außerhalb des Osnabrücker Landes. Nachdem 2011 die nordische Tierwelt Kajanaland, im Jahr 2012 der Affentempel Angkor Wat und 2015 der Tigertempelgarten eröffnet wurden, soll im Sommer 2016 das Menschenaffenhaus im gleichen Stil umgebaut werden. Eine neue nordamerikanische Tierwelt ist ebenfalls in Planung und soll bis 2018 realisiert werden.

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