Natur und Technik lernen Naturwissenschaften zum Anfassen und Selbermachen

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Mit Flip-Flop-Sandale der Akustik auf den Grund gehen: Das versuchten Schüler der sechsten Klasse während der Miniphänomenta in der Hauptschule Innenstadt. Foto: Jörn MartensMit Flip-Flop-Sandale der Akustik auf den Grund gehen: Das versuchten Schüler der sechsten Klasse während der Miniphänomenta in der Hauptschule Innenstadt. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Ohne Leistungsdruck konnten jetzt Schüler der Hauptschule Innenstadt die Welt der Naturwissenschaften entdecken. Möglich machte das eine Miniphänomenta, die die Stiftung des Metall- und Elektroverbandes (VME) der Schule bot.

Sie stellte der Schule zwei Wochen lang 20 Stationen zu verschiedenen naturwissenschaftlichen Themen zur Verfügung. An ihnen konnten die Schüler herausfinden, um welches Phänomen der Natur- und Technikwissenschaften es sich jeweils handelt. Der pädagogische Clou dabei: Das Entdecken sollte selbstständig geschehen und wurde nicht abgefragt.

„Natürlich sind die Schüler zu mir gekommen und wollten wissen, was jede Station zu bedeuten hat“, berichtet Physiklehrerin Helena Niebel. Doch sie verwies die Schüler zumeist auf sich selber zurück. „Sie sollten die Fragen nämlich selbst entwickeln und miteinander kommunizieren.“ Vielleicht werde sie diese Methode irgendwann auch im Unterricht wieder aufgreifen.

So ergründeten die Schüler scheinbar merkwürdige Phänomene. Zum Beispiel, wie der Luftdruck auf eine Flasche mit Wasser wirkt oder wieso Flip-Flop-Latschen dieses besondere Geräusch machen, das ihnen den Namen gegeben hat.

Auch der VME-Stiftung genügt der nicht exakt bestimmbare Erkenntnisgewinn in Sachen Naturwissenschaften. Man vertraut auf die Ergebnisse der Universität Flensburg. Die hatte festgestellt, dass es etwa in Grundschulen an Anregungen zu problemlösendem und kreativem Umgang mit Naturwissenschaften und Technik mangelt. „Das fehlende Erfahrungsfundament verhindert Spaß und Erfolg im naturwissenschaftlichen Unterricht der Sekundarstufe eins: Physik und Chemie werden zu Horrorfächern, die möglichst schnell abgewählt werden“, lautet das Urteil der Flensburger Wissenschaftler.

Nicht zuletzt will die VME-Stiftung mit den Stationen der Miniphänomenta langfristig auch den Nachwuchs für die gewerblich-technische Ausbildung und naturwissenschaftliche Studiengänge sichern, sagte Jana Billigmann, die Bildungsreferentin der Stiftung.


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