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Passanten gezählt Große Straße in Osnabrück ist die zweitstärkste Einkaufsmeile in Niedersachsen

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6465 Passanten bummeln nach einer Studie pro Stunde über die Große Straße. Foto: Michael Hehmann6465 Passanten bummeln nach einer Studie pro Stunde über die Große Straße. Foto: Michael Hehmann

Osnabrück. Die Große Straße ist für Kunden und Geschäftsleute ein gutes Pflaster: 6465 Passanten bummeln pro Stunde durch die Haupteinkaufsstraße. Das ist Platz 2 in Niedersachsen und Platz 4 im bundesweiten Vergleich gleichgroßer Städte.

Jedes Jahr schickt das Düsseldorfer Beratungsunternehmen Kemper’s Jones Lang LaSalle seine Zähler in die Fußgängerzonen von 170 deutschen Städten. Diesmal schwärmten sie am Samstag, 16. April, aus und zählten von 13 bis 14 Uhr die Passanten. In Osnabrück postierten sie sich auf der Großen Straße zwischen Nikolaiort und Jürgensort.

Am jenem Samstag hatte die Osnabrücker City zur langen Einkaufsgala bis 22 Uhr (mit Feuerwehr auf dem Marktplatz) geladen. Dennoch blieb das Ergebnis mit 6465 Passanten, die die Messstelle passierten, unter dem von 2010 mit 6553. Ein Jahr zuvor waren es nur 6160 Fußgänger. Der langjährige Mittelwert (2003 bis 2011) liegt bei 6911 Passanten.

Niedersachsen-Vergleich: Die Spitzenposition in Niedersachsen behauptet wieder die Bahnhofstraße in Hannover, aber der Abstand ist nicht sehr groß: 6885 Passanten flanierten durch die Fußgängerzone der Landeshauptstadt, die dreimal so groß ist wie Osnabrück. Auf Platz drei in Niedersachsen folgt die Weender Straße in Göttingen (4890 Passanten). Die Lange Straße in Oldenburg passierten 3675 Menschen – Platz 4 in Niedersachsen und Rang 90 bundesweit. Auf dem 5. Platz steht die Braunschweiger Dammstraße (3555).

Städte-Vergleich: In der Kategorie der Städte mit 100000 bis 250000 Einwohnern erreichte Osnabrück hinter Trier, Ulm und Freiburg den vierten Platz. Im Vergleich zu den westfälischen Nachbarn schneidet Osnabrück bescheiden ab. Münsters Ludgeristraße bevölkerten im Messzeitraum 8645 Menschen. Das ist Platz 12 der Frequenz-Bundesliga. Bielefeld steht mit 8400 Passanten in der Bahnhofstraße auf Platz 14.

Deutschland-Vergleich: Deutschlands meistbesuchte Einkaufsmeile ist wie im Vorjahr de Kölner Schildergasse. In Spitzenzeiten zieht die Lage stündlich fast 14265 Besucher an. Die Neuhauser Straße in München (13515) belegt Rang 2. Mit 13035 Passanten pro Stunde erzielt die Frankfurter Zeil nach Platz 5 im Vorjahr wieder ihren angestammten Platz unter den Top Drei.

Langzeit-Vergleich: In der Zehnjahresübersicht gibt es zwei große Gewinner: Hamburg (Bergstraße) und Stuttgart (Calwer Straße). Die Verlierer sind Bocholt (Neustraße), Mülheim (Schlossstraße), Fürth (Schwabacher Straße) und Schwerin (Marienplatz). Diese 1-a-Lagen liegen aktuell über 50 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt.

In der Messstunde im April bewegten sich insgesamt 740000 Menschen auf Deutschlands Einkaufsstraße. Das ist der höchste Wert seit 2003. Marc Alfken, Experte für Handelsimmobilien bei Jones Lang LaSalle, sagt, die 1-a-Lagen zeigten sich in guter Verfassung. „Viele Handelsunternehmen befassen sich derzeit intensiv mit ihrer Standortexpansion, und die Passantenfrequenzen sind dabei ein wichtiger Indikator für die Umsatzchancen“, so Alfken.

Cima-Vergleich: Detaillierter als die Kemper’s-Studie ist die Frequenzanalyse im Cima-Gutachten über die Verträglichkeit eines Einkaufszentrums am Neumarkt. Die Datensammler hatten im Oktober 2010 an 13 Standorten in der Innenstadt an drei aufeinanderfolgenden Tagen (Donnerstag, Freitag, Samstag) die Passanten gezählt und einen Tageswert ermittelt. Mit knapp 25000 Passanten ist die Große Straße (Höhe Georgstraße) am meisten frequentiert, es folgt die Große Straße am Nikolaiort mit 23000 Menschen am Tag. Die südliche Große Straße (23000) hat im Vergleich zu 2004 spürbar verloren. Die Experten führen das auf den Bau der Kamp-Promenade zurück, wo sich 12900 Menschen täglich bewegen. Der Passantenstrom Richtung Süden teile sich am Jürgensort. Die nördliche Johannisstraße ist mit 21000 Menschen die zweitstärkste Straße in Osnabrück.


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