Groove und Lyrik Doppelkonzert von Uni Big Band und Unijazzity im Blue Note

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Die Veranstaltung bildete den Auftakt zu einer neuen Reihe, in deren Rahmen die Uni Big Band einmal pro Semester eine Gastband einladen wird. Foto: Thomas OsterfeldDie Veranstaltung bildete den Auftakt zu einer neuen Reihe, in deren Rahmen die Uni Big Band einmal pro Semester eine Gastband einladen wird. Foto: Thomas Osterfeld

Osnabrück. Am Samstagabend lud die Uni Big Band zum traditionellen Konzert ins Blue Note, im Gepäck: eine neue CD und ein Gast aus dem Münsterland – das Jugendjazzorchester „Unijazzity“.

Der rote Faden des Doppelkonzerts war die Lyrik. Während „Unijazzity“ das Publikum mit einem selbstverfassten Gedicht über die Bandgeschichte zum Schmunzeln brachte, wartete die Uni Big Band mit eigenen Texten des Bassisten Minh Voong und der Vertonung eines Werks von Lord Byron auf. Natürlich drehte sich aber alles um die Musik.

Die Veranstaltung bildete den Auftakt zu einer neuen Reihe, in deren Rahmen die Uni Big Band einmal pro Semester eine Gastband einladen wird. Und „Unijazzity“, die mit dem Konzert ihre erste CD präsentierten und nach eigener Aussage zum ersten Mal außerhalb von NRW spielten, legten die Messlatte hoch. Gegründet 2009 als Förderinitiative für Kinder und Jugendliche, gewann „Unijazzity“ unter der Leitung von Trompeter Christian Kappe unter anderem den ersten Platz bei „Jugend jazzt 2014“ und den WDR Jazzpreis 2016 in der Kategorie „Nachwuchs“.

Kompakter Sound und leichter Groove

Neben den Solisten, die in jeder Altersklasse brillierten, bestach die Band durch ihren kompakten Sound und einen Groove, der in dieser Leichtigkeit für eine Nachwuchsband alles Andere als selbstverständlich ist. Die geschmackvolle Titelauswahl spannte den Bogen von Klassikern wie Dave Brubeck über Peter Herbolzheimer bis hin zu Tangolegende Astor Piazolla.

Als die Uni Big Band sich anschickte den zweiten Teil des Abends zu bestreiten, blieben trotz vorgerückter Stunde einige der jungen Talente um den Kollegen zuzuhören. Mit „Peter und der Voong“ stellte die Uni Big Band ihr viertes Album vor. Der Titel bezieht sich auf die Zusammenarbeit von Bandleader Peter Witte mit dem Studierenden Minh Voong, der mit seinen atmosphärischen Kompositionen beeindruckte. Als kleines Bonbon erhielt die Band stimmliche Unterstützung von dem charismatischen Gesangssolisten Jonas Janßen. Zweieinhalb Stunden mitreißender Jazzmusik dürften einen soliden Grundstein für die Fortsetzung der Konzertreihe gelegt haben.


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