Reaktion auf Maurers Krim-Reise Diplomatisches Schweigen wäre besser gewesen

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Andreas Maurer. Foto: Archiv/MartensAndreas Maurer. Foto: Archiv/Martens

Quakenbrück/Osnabrück. Der ukrainische Botschafter und das deutsche Auswärtige Amt hätten zur Krim-Reise des Quakenbrücker Kommunalpolitikers Andreas Maurer besser diplomatisch schweigen sollen. Ein Kommentar:

Nein, diese Aufmerksamkeit hat Andreas Maurer, mit dessen Namen die weitaus meisten Menschen selbst im Landkreis Osnabrück wohl nicht viel anfangen können, nicht gewollt. Und verdient hat sie der Kommunalpolitiker aus Quakenbrück erst recht nicht.

Im Kreistag könnte sich der einsame Vertreter der Linken mit lokalen politischen Initiativen noch so sehr abstrampeln – diese internationale politische und mediale Wirkung bliebe ihm zweifellos versagt. Maurers Reise zur Krim, egal ob über die Ukraine oder über Russland, mag ja noch verständlich sein. Seine danach angekündigten Resolutionen für den Kreistag und den Quakenbrücker Stadtrat mit der Forderung der Anerkennung der Halbinsel als Teil Russlands und der Aufhebung der Sanktionen gegen Russland sind nicht ernst zu nehmen.

Erst durch eine öffentliche Reaktion des ukrainischen Botschafters in Deutschland und jetzt die offizielle Verhängung eines Einreiseverbots konnte die eigentlich völlig unbedeutende Aktion des Quakenbrückers zum viel beachteten Politikum wachsen.


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