Kampf gegen Plastiktüten 49.000 Euro für Initiative der Ursulaschule Osnabrück

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Geldregen für die Initiative „Plastiktütenfreies Osnabrück“ der Ursulaschule. Archiv-Foto: Gert WestdörpGeldregen für die Initiative „Plastiktütenfreies Osnabrück“ der Ursulaschule. Archiv-Foto: Gert Westdörp

Osnabrück. Die Bingo-Umweltstiftung unterstützt die Osnabrücker Ursulaschule im Kampf gegen Plastiktüten mit 49.000 Euro. Damit soll laut Mitteilung eine Koordinierungsstelle für das Projekt „Plastiktütenfreies Osnabrück“ eingerichtet werden.

Osnabrück bis Ende 2017 plastiktütenfrei zu machen, lautet das Ziel der Klimabotschafter der Ursulaschule Osnabrück, für deren Projekt „Plastiktütenfreies Osnabrück“ im Oktober 2014 bei den Jugend-Kultur-Tagen der Startschuss fiel. Diverse Partner unterstützen die Klimabotschafter seither. So konnten beispielsweise mehr als 11000 Jutebeutel gedruckt werden, die als Alternative zur Plastiktüte angeboten werden. Zudem erstellen die Klimabotschafter mit einigen Partnern dauerhaft haltbare Taschen aus alten, ungenutzten Plastiktüten, die sie sammeln, und zeichnen plastiktütenfreie Geschäfte – bisher 27 – mit einem Emblem aus.

Zusammenarbeit mit Verein Fokus

Nun können die Klimabotschafter einen weiteren Erfolg auf dem Weg zu ihrem großen Ziel verbuchen: Dank der Unterstützung der Bingo-Umweltstiftung mit 49.000 Euro kann die Initiative der Klimabotschafter der Ursulaschule ausgebaut werden. Und auch die Stadt Osnabrück bietet fachlich und finanziell Rückendeckung. Der Verein Fokus (Projektträger und -entwickler der Jugend-Kultur-Tage) wird zukünftig als Träger der Koordinierungsstelle das Projekt gemeinsam mit den Klimabotschaftern der Ursulaschule ausweiten. „Wir haben uns für eine Koordinierungsstelle stark gemacht, um aus einem jetzt schon erfolgreichen Projekt der Ursulaschule eine stadtweite Bewegung zu machen. Unser Dank gilt Cornelia Saure vom Fachbereich Umwelt und Klimaschutz der Stadt Osnabrück, die mit uns die Idee einer Koordinierungsstelle vorangetrieben hat“, so Tobias Romberg, Betreuer der Klimabotschafter an der Ursulaschule und Initiator des Projekts.

Zahlen für Deutschland

Zukünftig sollen weitere Institutionen und Akteure eingebunden werden. Bereits jetzt gibt es viele Kontakte, die nun mit Hilfe der professionelleren Struktur intensiviert werden können. Immer wieder sollen Aktionen der Klimabotschafter auf die Folgen des unbedachten und überflüssigen Konsums von Plastiktüten hinweisen. Damit wären die Osnabrücker ihrer Zeit weit voraus, denn die EU will den Verbrauch der Problemtüten bis 2025 nur auf 40 Stück pro Person und Jahr reduzieren. In Deutschland werden 71 Tüten pro Person verwendet, immerhin will der Einzelhandel seit April für 60 Prozent der Plastiktüten Geld vom Kunden verlangen, bis 2018 sollen es 80 Prozent sein.

„Wir rufen alle Osnabrücker Einzelpersonen sowie Organisationen und Einrichtungen auf, sich bei der Koordinierungsstelle zu melden, wenn sie helfen wollen, unsere Stadt bis Ende 2017 plastiktütenfrei zu machen. Wir haben einige Ideen, die unter dem Dach von „Plastiktütenfreies Osnabrück“ umgesetzt werden können. Wir sind aber auch offen für jede neue Idee“, so Sergej Friesen.

Vorbild für andere Kommunen?

Karsten Behr, Geschäftsführer der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung, verweist darauf, dass die Stiftung schon etliche kleinere Projekte zur Plastik-Vermeidung gefördert habe. „Ein Vorhaben der Größenordnung wie in Osnabrück war noch nicht dabei, doch wir gehen davon aus, dass hier ein Gesamtkonzept zur Vermeidung von Plastiktüten entwickelt wird, das als Vorbild für andere Kommunen dienen kann“.

Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung finanziert sich aus der Glücksspielabgabe und vor allem aus Einnahmen der Bingo-Umweltlotterie. Weitere Informationen unter www.bingo-umweltstiftung.de.


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