Baustelle am Hotel Remarque Diese öffentliche Grünanlage in Osnabrück ist Privatsache

Von Rainer Lahmann-Lammert

Kein Bauplatz, sondern eine Grünanlage: Auf dem Grundstück zwischen der Gutenbergstraße und dem Remarque-Hotel wurde planiert und aufgeräumt. Foto: Michael GründelKein Bauplatz, sondern eine Grünanlage: Auf dem Grundstück zwischen der Gutenbergstraße und dem Remarque-Hotel wurde planiert und aufgeräumt. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Was geschieht eigentlich auf dem Grundstück zwischen dem Hotel Remarque und der Gutenbergstraße? Immer wieder fragen Passanten beim Anblick der Baumaschinen, ob ein neues Haus errichtet wird. Aber auf dem Gelände darf gar nicht gebaut werden.

Der Bebauungsplan schreibt für das Areal eine öffentliche Grünanlage fest, genauer gesagt eine „naturnah gestaltete Parkanlage mit Fußwegverbindung“. Aber einen öffentlichen Zugang gibt es nicht, und das wird sich auch nicht so schnell ändern, wie Franz Schürings, der Leiter des Fachbereichs Städtebau, erklärt.

Noch immer besteht der Plan, einen Fußweg anzulegen, der vom Rißmüllerplatz zum Kammweg auf dem Westerberg führt. Der Bebauungsplan Nr. 450 von 2001 sollte dafür die Voraussetzungen schaffen. Aber die Stadt hat derzeit andere Prioritäten, als das Grundstück zu erwerben. Somit bleibt das Areal bis auf weiteres eine private Grünfläche. Sie gehört – ebenso wie mehrere Gebäude am Rande der Fläche – der HFT Grundstücksgemeinschaft Helbrecht.

In den vergangenen Wochen wurde auf dem Grundstück planiert und aufgeräumt. Man habe für Ordnung gesorgt und Bauschutt abgefahren, sagt Hinnerk Helbrecht für die Eigentümergemeinschaft. Es habe auch Beschwerden gegeben, weil ungebetene Gäste dort gegrillt und Müll hinterlassen hätten. Jetzt werde die Fläche eingesät und in Zukunft ein- bis zweimal pro Jahr gemäht.


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