Klimaschutz mit Herz und Verstand 23 Osnabrücker Schulen sparen 30.000 Euro Energiekosten

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Osnabrück. Kinder und Jugendliche von 23 Osnabrücker Schulen haben am Montag im Rathaus Urkunden erhalten, weil sie erfolgreich und nachhaltig am Energie-Sparprojekt „Schalt mal ab“ teilgenommen haben. Sie nahmen aber noch mehr mit – und zwar Geld.

Das Energie-Sparprojekt gibt es seit 2012. Zunächst haben nur wenige Osnabrücker Schulen daran teilgenommen, jetzt sind es 23. Vielleicht liegt der Grund an der stark gewachsenen Beteiligung daran, dass es sich lohnt. Das Geld, dass die Schüler für ihre Schule durch einen bewussten Umgang mit Energie einsparen, erhielten sie von der Stadt zurück. Das hatte der Rat 2013 so beschlossen.

So erhält zum Beispiel die Grundschule Schölerberg 1050 Euro. Die Viertklässler Anna und Peter erklären, dass sie darauf geachtet haben, dass der Wasserhahn nicht tropft oder läuft, wenn es nicht sein muss, und dass sie die Fenster in den Klassenräumen geschlossen hielten, wenn die Heizung lief. „Das war nicht schwer“, waren sich die beiden Neunjährigen einig. Wenn sie entscheiden könnten, wofür ihre Prämie ausgegeben wird, würden sie sich für Bewegungsmelder entscheiden. Andere Schulen haben zum Beispiel darauf geachtet, dass das Licht ausgeschaltet wird, wenn keine Schüler mehr in den Klassenräumen sind, oder dass stoßgelüftet wird und die Fenster nicht mehr stattdessen auf Kipp gestellt werden. Das Energie-Sparprojekt sei den Schülern mittlerweile in Fleisch und Blut übergegangen, sagte Schulleiterin Anne Goecke. Bereits seit drei Jahren nehmen die Schölerberger daran teil.

Andreas Klöker vom Immobilien-Management der Stadt wünschte sich eben dies. „Das Projekt soll kein Projekt mehr sein, sondern eine dauerhafte Einrichtung“, sagte er. Durch die Beteiligung der 23 Schulen habe die Stadt bereits etwa 30.000 Euro an Energiekosten eingespart, so Klöker.

Die Schüler hätten sich dem Thema „mit Herz und Verstand“ gewidmet, sagte Bürgermeisterin Karin Jabs-Kiesler in ihrer Ansprache. Dies sei bei den Themen Klimaschutz und Energieeinsparung sehr wichtig. „Dieses Projekt ist ja nicht nur bedeutend wegen des Einspareffekts mit Blick auf die städtischen Finanzen, sondern es fördert vor allem die eigene Einstellung“, sagte sie. Gerade durch die aktuellen Wetter-Katastrophen in Süddeutschland werde uns vor Augen geführt, welche schlimmen Folgen ein unverantwortlicher Umgang mit der Natur hat.

Dass das Thema Natur- und Klimaschutz den Schülerinnen und Schülern in die Köpfe gepflanzt werde, sei der Hintergrund des Projekts, sagte Henrik Peitsch vom Verein für Ökologie und Umweltbildung ( www.pe-os.de ). „Es geht um den globalen Zusammenhang. Die Kinder sollen verstehen, warum sie das Licht ausmachen sollen“, so Peitsch. Er berichtete, dass die pädagogische Unterstützung des Projekts zunächst vom Bundesumweltministerium und nun mit 30.000 Euro von der Stadt Osnabrück gefördert wird.


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