Unterstützte Beschäftigung Wie die Citipost jungen Menschen eine Chance gibt

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„Unterstützte Beschäftigung“: Julia Maier von Innova Pro Bildung spricht mit einem jungen Mann, der dank der Qualifizierungsmaßnahme eine feste Anstellung bei der Citipost gefunden hat. Foto: Michael Gründel„Unterstützte Beschäftigung“: Julia Maier von Innova Pro Bildung spricht mit einem jungen Mann, der dank der Qualifizierungsmaßnahme eine feste Anstellung bei der Citipost gefunden hat. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Julian (22) und Viktor (26) haben einen festen Arbeitsplatz bei der Citipost. Klingt simpel, ist es aber nicht: Denn beide haben sich durch ein besonderes Qualifizierungsprogramm in die Jobs hineingearbeitet.

Die jungen Männer beschreibt der Leiter des Citipost-Briefzentrums Mario Hillmann als „sehr höflich und sehr freundlich“, sie seien eine „unheimliche Bereicherung“ für das Unternehmen und die Belegschaft. Aber alle wissen auch, dass beide Handicaps mitbringen, die es ihnen zunächst erschwerte, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Das Qualifizierungsprogramm „Unterstützte Beschäftigung“ der Innova Pro Bildung GmbH in Zusammenarbeit mit Citipost und mit finanzieller Förderung der Arbeitsagentur hat ihnen den Weg geebnet, für sich selbst sorgen zu können.

Nach vielen Absagen und vielen Jahren der Frustration seien die Teilnehmer zu Beginn der Qualifizierung oft sehr unsicher, trauten sich wenig zu, hätten Angst vor neuen Situationen und betrieblichen Anforderungen, erklärt Innova-Projektleiterin Julia Maier. 14 junge Menschen haben nach ihren Angaben das zweijährige Programm bisher durchlaufen, elf von ihnen haben eine feste Anstellung gefunden, für drei laufe zurzeit die Akquisition bei Unternehmen in der Region. Das Bildungsinstitut mit Sitz an der Hannoverschen Straße greift dazu auf ein „regionales Firmennetzwerk“ zurück, wie Julia Meier weiter erklärt.

In den gemeinsamen Eingangsgesprächen mit den Mitarbeitern der Agentur für Arbeit wird zunächst geklärt, ob ein Bewerber die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Eingliederung mitbringt. In der achtwöchigen Einstiegsphase werden die Stärken und Fähigkeiten der Teilnehmer erarbeitet, im Betrieb die Neigungen erprobt. Die Qualifizierungsphase diene dazu, die Teilnehmer sehr praxisnah zu qualifizieren und sie auf einem oder mehreren Arbeitsplätzen einzuarbeiten, sagt Julia Maier. In dieser Phase solle der am besten geeignete Arbeitsplatz gefunden werden.

„Alle Beteiligten profitieren davon, das ist eine Win-win-win-Situation“, sagt Mario Hillmann. Er könne nur alle Unternehmen ermutigen, sich dieser Kooperation zu öffnen.


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