Robo-Day 2016 Roboter in der Kantine der Stadtwerke Osnabrück

Von Matthias Liedtke


Osnabrück. Zum 2. Mal hat am Samstag der Osnabrücker Robo-Day stattgefunden. Rund 100 technikbegeisterte Kinder und Jugendliche stellten dabei ihr Talent als Konstrukteure und Programmierer unter Beweis – diesmal im Foyer und in der Kantine der Stadtwerke.

Wie bereits 2015 bei der Premiere auf dem Gelände der KME wurden zwei Veranstaltungen miteinander verbunden: Robo-Tec und Welt-Roboter-Olympiade (WRO).

Zwei Wettbewerbe in einem

Zur Robo-Tec lud die lokale Initiative „Pro Ausbildung“ ein, an der neben den Stadtwerken Osnabrück und KME auch die Universität Osnabrück und die Georgsmarienhütte GmbH beteiligt sind. Hier konnten sich mehr als zwei Dutzend Teams mit ihren im Verlauf des Schuljahres selbst gebauten Robotern in drei unterschiedlichen Disziplinen messen: Möglichst schnell einer ungeraden Linie folgen gehörte dabei genau so dazu wie das zielgenaue Umkegeln von Objekten und das Fahren durch einen Engpass.

Allein das Schülerforschungszentrum Osnabrück (SFZ) stellte eine Handvoll Teams mit so illustren Namen wie „Thyristoren“ oder „Die Kreativen“. Letzteres nicht ohne Grund, denn die Schüler sollen ihre technischen Fähigkeiten „frei ausprobieren“ und „kreative Lösungen“ entwickeln, umreißt Professor Michael Brinkmeier vom Institut für Informatik die Stoßrichtung der Robo-Tec. Während dafür die Regeln schon einmal „flexibler ausgelegt“ würden, geht es bei der Welt-Roboter-Olympiade (WRO) schon etwas strenger zu.  

Maschine mit Herz aus Lego

Technik, die begeistert: Kinder und Jugendliche stellten beim Osnabrücker Robo-Day 2016 ihr Talent als Konstrukteur und Programmierer von Robotern unter Beweis. Foto: Michael Gründel

So gibt es zumindest in der offenen Klasse (Open Category) die Vorgabe, dass die Roboter eine Größe von jeweils zwei Metern Höhe, Tiefe und Breite nicht übersteigen dürfen und „im Kern aus einem Lego-Steuerelement bestehen“ müssen, wie Simon Hagen als regionaler Veranstalter betont. Darüber hinaus waren auch hier der Kreativität bei der Wahl von Baumaterial, Anwendungszweck und Programmiersprache keine Grenzen gesetzt.

Insgesamt acht Teams nicht nur aus Osnabrück, sondern auch aus Bremen und Paderborn hatten sich seit Anfang Februar für den vom Verein „Technik begeistert“ ausgetragenen WRO-Vorentscheid angemeldet. Die aktuelle Aufgabe nicht nur aller insgesamt 26 bundesweit stattfindenden Regionalwettbewerbe bestand in diesem Jahr darin, Robotermodelle zu entwickeln, die dem global wachsenden Müllproblem begegnen, indem sie Lösungen zum Reduzieren, Verwalten und Recyceln präsentieren.

Über Osnabrück nach Neu Delhi

Im Osnabrücker Wettstreit traten dabei gegeneinander an: ein Müllpresser und ein Ozeansäuberer, außerdem Roboter mit Namen wie Wastebuilder, Scrapminer, Carobots, Rapper oder auch Trashbot. Eine vierköpfige Fachjury entschied sich am Ende für die Maschine „Kaboom“ als „ausgereifteste Idee“ mit „ausgeklügelter technischer Umsetzung“. Das Siegerteam darf nun zum WRO-Deutschlandfinale im Juni nach Ludwigshafen reisen, wo wiederum Startberechtigungen für das diesjährige Weltfinale im indischen Neu Delhi winken.


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