Sommerkonzert in Osnabrück Abwechslungsreicher Konzertabend in der Ursulaschule

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Osnabrück . Die Besucher des Sommerkonzertes der Osnabrücker Ursulaschule haben am Dienstag einen abwechslungsreichen Abend erlebt: Zum einen traten das Orchester, der „kleine Chor“, die A-capella-Gruppe „Funny Farm“ und die Bigband „Unicorns“ auf. Zum anderen reichte die Musikauswahl von Klassikern wie Smetanas Moldau über den Pop-Song „Love yourself“ von Justin Bieber und Adeles James-Bond-Filmmusik „Skyfall“ bis hin zu „Sir Duke“ von Stevie Wonder. Besondere Aufmerksamkeit erhielt eine Eigenkomposition des Schülers Markus Petersen.

Sehr stimmungsvoll begann das Sommerkonzert mit Musik aus dem „Phantom der Oper“. Da die Aula voll besetzt war, mussten Nachzügler mit Stehplätzen vorlieb nehmen. Das Orchester spielte derweil unter der Leitung von Anna Engel die „Moldau“ und erntete dafür lauten Applaus. Es folgte Filmmusik aus „Die fabelhafte Welt der Amélie“ und Harry Potter.

Der „kleine Chor“ ist ziemlich groß

Danach wurde es recht eng auf der Bühne, der „Kleine Chor“ trat auf. Dessen Name bezieht sich, wie Chorleiterin Cordula Bartholomäus berichtete, auf das Alter der Schüler. Die insgesamt 36 Sänger der fünften bis siebten Klasse des Chores hatten neben dem mehrstimmig vorgetragenen Song „We are the Young“ auch noch Justin Biebers „Love Yourself“ einstudiert. Das war auch der Lieblingssong von Nils (11), während Niklas (12) den Simon-&-Garfunkel-Klassiker „El Condor Pasa“ lieber sang. Die beiden Schüler gehörten zu den sechs männlichen Sängern des Chores, was Niklas auf Nachfrage wie folgt kommentierte: „Das ist nicht so schlimm mit so vielen Mädchen, wir kennen ja die anderen Jungs aus den anderen Klassen auch.“

A capella gar nicht brav

Ganz ruhig wurde es zunächst, als die A-capella-Gruppe „Funny Farm“ bestehend aus Clemens Kortmann, David Janßen, Hannah Altevogt, Johanna Bensmann, Laura Haunhorst und Philipp Schräder und unter der Leitung von David Höing die Bühne betrat. Zu deren Repertoire gehörte zwar auch die Ballade „Angel“ von Robin Williams, aber bei „Ghost Ship“ begeisterten die Sänger sowohl mit Stimmgewalt als auch mit „harten Beats“ – natürlich a capella vorgetragen. Sie rockten die Bühne und begeisterten ihr Publikum. Dabei war das Stück ursprünglich für einen größeren Chor arrangiert, wie die Sänger anschließend verrieten.

Lässige Bigband Sounds

Mit sattem Bläsersound und dem „Rocky“-Song „Gonna fly now“ startete die Bigband ihren Auftritt ebenso kraftvoll wie gekonnt inszeniert: Die Schüler begannen unter der Leitung von Daniel Troue im Dunkeln zu spielen und starteten dann bei voller Bühnenbeleuchtung richtig durch. Zum Repertoire der gut dreißigköpfigen Band gehörte der Jazzstandard „Cantaloupe Island“ von Herbie Hancoc genauso wie Stevie Wonders „Sir Duke“. Und während Laura Haunhorst mit der Bigband zusammen unter anderem den Filmhit „Flashdance“ präsentierte, sang Hannah Altevogt den Bond-Filmhit „Skyfall“ zu Bigband-Musik.

Schülerkomposition uraufgeführt

Ganz besonders viel Applaus bekamen Markus Petersen und die Bigband für das Stück „Let the Music Swing“. Denn dieses hatte der 16-jährige Schüler selbst komponiert. Knapp ein Jahr lang hat Petersen daran gearbeitet, wie Troue berichtete. „Das ist unglaublich, wir verneigen uns vor dir“, so das Urteil des Bigband-Leiters. Der so Geehrte erzählte im Gespräch mit unserer Redaktion: „Ich habe mir das Komponieren im Prinzip selbst beigebracht und mit dem Bandleiter alles ausführlich besprochen. Er hatte viele Tipps.“

Aufgrund Markus Petersens Erfahrung mit Arrangements hatte sich auch Schlagzeuger Tom Schmutte an ihn gewandt. Seine Idee: ein eigenes Bigband-Arrangement der Titelmusik „Can you dig it“ aus dem Film „Iron Man 3“. „Ich wusste, dass er so was schon mal gemacht hat, und die bessere Sensibilität für die Stimmen hat“, so Tom Schmutte, außerdem sei sein Mitschüler ein „Naturtalent“. Der wollte davon nichts wissen und erklärte, eine große Herausforderung seien die Stimmen von Trompete, Posaune und Saxofon gewesen. „Denn wir wussten nicht so, wie die ticken“, so der junge Musiker, der unter anderem Klavier, Orgel und Gitarre spielt. Beim Publikum kamen beide Stücke sehr gut an. Die Zuhörer in der Aula der Ursulaschule spendeten dafür besonders viel und langen Applaus.


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