Satire-Revue live „NDR Intensivstation“ zu Gast im Rosenhof

Von Tom Bullmann


Osnabrück. Eine Hörfunk-Lehrstunde lieferte der NDR vor geöffneten Mikrofonen im gut besuchten Rosenhof: Weil Parodistin Antonia von Romatowski staubedingt elf Stunden brauchte, um mit dem Auto von Berlin nach Osnabrück zu kommen, geriet die Satire-Show „Intensiv-Station“ des NDR ablaufmäßig aus den Fugen.

Besonderer Gast: Dietmar Wischmeyer, Comedy-Urgestein aus Oberholsten bei Melle, der auch seine Figur „Günther, der Treckerfahrer“ lebendig werden ließ.

„Angela Merkel“ stand im Stau

„Ich habe mich noch nie so gefreut, sie ansagen zu dürfen: Antonia von Romatowski“, verkündet Moderator Axel Naumer und man spürt, dass ihm der buchstäbliche Stein vom Herzen gefallen ist. Eigentlich hat das Organisationsteam des NDR schon damit gerechnet, ohne die Stimmen von Angela Merkel, Ursula von der Leyen, Sahra Wagenknecht und Frauke Petry auskommen zu müssen. Aber dann ist Romatowski gegen Ende der Schau doch noch im Rosenhof eingetroffen, sodass ihre satirischen Parodie-Beiträge, die eigentlich gleichmäßig auf das Programm verteilt geplant waren, jetzt en bloc serviert werden.

„Wenn sie die Sendung am Montag auf NDR Info hören, wird alles am richtigen Platz sein“, verspricht Naumer. Jetzt lernt der Zuschauer, wie es ist, wenn Stichworte und Applausreaktionen so gesetzt werden, dass man hinterher eine flüssig erscheinende, dramaturgisch gut gefügte Radiosendung zu hören bekommen kann. Die Technik machts möglich.

Vor fünf Jahren zuletzt im Rosenhof

Vor fünf Jahren war der satirische Monatsrückblick, mit dem der NDR jeden Montag seine Zuhörer unterhält, schon einmal im Rosenhof zu Gast gewesen. Die höchst aktuelle Mischung aus Kabarett, moderierten, skurrilen Original-Zitaten, Hörspiel, Parodie und Satire verfehlt auch jetzt ihre Wirkung nicht. Begleitet von dem versiert aufspielenden „Intensiv-Station Show-Orchester“ wird die „Tönende Wochenschau“ exerziert, Wischmeyer berichtet authentisch vom bizarren Leben auf dem Lande, das Krimi-Hörspiel mit Detektiv „Harry Stahl“ wird mit viel Lokalkolorit aufgepäppelt live dargeboten und Redakteur Stephan Fritzsche schlüpft in die Rolle des Oberpflegers der Intensivstation, der diesmal Verkehrsminister Dobrinth zu behandeln hat. Diagnose: mit Maut nicht aussichtslos…

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„NDR Intensivstation“ aus Osnabrück auf NDR Info: Montag, 30. Mai, 21.05 Uhr