Grenzenlose Kreativität Schulfest der Osnabrücker Anne-Frank-Schule

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Mit akrobatischen Einlagen glänzte eine von vielen Projektgruppen beim Schulfest der Anne-Frank-Schule Foto: Jörn MartensMit akrobatischen Einlagen glänzte eine von vielen Projektgruppen beim Schulfest der Anne-Frank-Schule Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Erstmals nach drei Jahren fand in der Anne-Frank-Förderschule am Sonnenhügel wieder ein großes Schulfest statt. In diesem Rahmen wurden auch die vielfältigen Ergebnisse einer grenzenlos kreativen Projektwoche präsentiert - und mitunter auch verkauft.

Maximal inklusiv dachte seinerzeit Joseph Beuys, als er behauptete: „Jeder Mensch ist ein Künstler.“ Dieses berühmte Diktum diente dann auch als sinnvoller Leitfaden für die vielen verschiedenen Kunstprojekte, die von den bunt gemischten, jahrgangsübergreifenden Gruppen auf die Beine gestellt worden sind.

„Tolle Dinge geschaffen“

„Allesamt haben dieses Motto für sich entdeckt, gemeinsam auf dieser Basis viel Kreativität entwickelt und tolle Dinge geschaffen“, freute sich Konrektor Ulf Baganz in seiner Begrüßungsansprache: Die Schule sei nun „voller toller Kunst“, nachdem eine Woche lang „gehämmert, geschraubt, geflickt, gebastelt, gewebt, geflochten und verziert“, aber auch „gesungen, getanzt, gebacken und gekocht“ worden war. Denn unter anderem auch die Back-und Kochkunst habe bei vielen hoch im Kurs gestanden, ergänzte der zweite Konrektor Ralf Odenthal.

Schrott-Park und Stuhlgarten

So gab es jede Menge „Geschenke aus der Küche“ zu probieren oder auch mit nach Hause zu nehmen. Ob Brotbackmischungen, Marmeladen, Pralinen oder Dinge zum Knabbern: Alles mögliche von den Schülern Selbstgemachtes gab es zu kaufen. Das galt auch für so manches nicht essbare Kunstwerk. „Kunst mit Kleister“ war dabei ebenso im Angebot wie solche aus Gips, CDs, Papier, Holz oder unbearbeiteten Naturmaterialien.

Eher unverkäuflich blieben dagegen die Skulpturen, die im Schulgarten ausgestellt wurden. Der wurde nämlich kurzerhand umfunktioniert: Zum einen in einen „Schrott-Park“, in dem unter anderem ein „Verrücktes Fahrrad“, ein „Lamposaurus“, ein „Iron Bird“, ein „Blumenkopf“ oder ein „zukünftiger Staubsauger“ zu bestaunen waren; und zum anderen in einen „Stuhlgarten“ mit sommerlich oder mit Steinchen verzierten und etwa zu einem „Eisernem Thron“, einem „Getränkomat“ oder einem Feuerwehr-Fan-Stuhl kunstvoll zweckentfremdeten Sitzgelegenheiten. Auch Foto- und Videokunst sowie wilde und bunte Aktionskunst auf Leinwänden und Bettlaken mitten auf dem Schulhof verwandelten die Anne-Frank-Schule in ein lebendiges, vielschichtiges Museum.

Großes Engagement der Eltern

Ein Eltern-Team hatte im Vorfeld nicht nur für die Cafeteria Kuchen gebacken, sondern von den Stühlen über Natronlauge bis hin zu Einweckgläsern auch mit großem Engagement Materialien für die kreative Projektwoche organisiert. „Alle sind wir da, alle, die was können und was machen und sich trauen“, hieß es in dem programmatischen Begrüßungslied, das zur Einstimmung auf das große Schulfest vom Projektwochenchor mit doppelter Gitarrenbegleitung vorgetragen und gemeinsam mit allen Gästen im Atrium und im Kanon gesungen wurde.

Ein Versprechen, das im Anschluss nicht nur die Akrobatik-Gruppe „Die fantastischen Zehn“ einlöste, die auf Schulsportmatten Körperkunst vollführte. Denn besser als mit diesen Liedzeilen hätte man die Atmosphäre und die Stimmung auf diesem Schulfest kaum beschreiben können.


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