„Grundehrlich und verlässlich“ Osnabrücks Stadtbrandmeister Lauxtermann verabschiedet

Von Silke Behling


Osnabrück. 17 Jahre war Hartmut Lauxtermann Stadtbrandmeister und weitere 17 Jahre als Ehrenbeamter in verschiedenen Führungspositionen bei der Freiwilligen Feuerwehr Osnabrück. Nun wurde er feierlich in den Ruhestand verabschiedet.

Seit 1966 ist Lauxtermann Mitglied der Feuerwehr. 1982 wurde er zum stellvertretenden Ortsbrandmeister der Ortfeuerwehr Sutthausen ernannt. 1985 stieg er zum Ortsbrandmeister auf und 1998 kam noch die Funktion des kommisarischen Stadtbrandmeisters hinzu. Ein Jahr später erfolgte schließlich die Ernennung zum Stadtbrandmeister.

In all diesen Jahren hat Lauxtermann die Freiwilligen Feuerwehr Osnabrück geprägt, und ein Augenmerk lag dabei immer auf der guten Zusammenarbeit zwischen Freiwilligen und Berufsfeuerwehr. So kamen zu seiner ehrenvollen Verabschiedung nun Feuerwehrleute aller Freiwilligen Wehren Osnabrücks, die Jugendfeuerwehren, die Berufsfeuerwehr und die Werksfeuerwehr der Firma Schöller.

„Was wären wir ohne die Feuerwehr?“

Zahlreiche Gäste, Vertreter aus Stadt und Landkreis und natürlich der Feuerwehren versammelten sich im Friedenssaal, um Lauxtermann zu verabschieden und ihm zu danken. Oberbürgermeister Wolfgang Griesert fragte scherzhaft: „Was wären wir ohne die Feuerwehr? Wen rufen die Nachbarn, wenn die Katze nicht mehr vom Baum kommt?“ Aber die Aufgaben seien viel größer, betonte er: „Sie sind die, die mit den schlimmsten Unfällen konfrontiert werden!“

Griesert wies darauf hin, dass die Feuerwehr weit mehr Aufgaben hat als nur Brände zu löschen. All diese Herausforderungen könne die Feuerwehr nur erfüllen, wenn sie über genügend Leute verfüge. Der scheidende Stadtbrandmeister habe sich in all seinen Dienstjahren ganz besonders um die Nachwuchsförderung bemüht, lobte Griesert, der zudem einen Ratsbeschluss umsetzte, indem er Lauxtermann für seine Verdienste zum Ehren-Stadtbrandmeister ernannte.

„Immer ein offenes Ohr“

Auch Björn Meyer, der als Vorsitzender des Feuerwehrausschusses 18 Jahre lang mit Lauxtermann zusammengearbeitet hatte, war in seiner Ansprache voll des Lobes: „Immer ein offenes Ohr, grundehrlich, unbequem, verlässlich, zielstrebig und absolut überparteilich“, beschrieb der CDU-Kommunalpolitiker den leidenschaftlichen Feuerwehrmann.

Dieser erhielt eine weitere hohe Ehrung, als ihn Andreas Tangemann, der Vizepräsident des Landesfeuerwehrverbandes und Vertreter des Bezirks Weser-Ems, das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold verlieh – und damit die höchste Auszeichnung, die der Fachverband in seinem Portfolio hat. Er sei sprachlos, sagte Lauxtermann sicherlich bewegt, mit dieser Ehre habe er nicht gerechnet.

Auftritt der Pipes and Drums

Eine weitere Überraschung für ihn war ein Auftritt der Pipes and Drums der Royal British Legion Osnabrück, die mit den zahlreichen Feuerwehrmännern und -frauen der Osnabrücker Feuerwehren Spalier standen. Stefan Timmer, selbst Mitglied der Pipes and Drums und Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Osnabrück sowie der Berufsfeuerwehr Münster hatte die Idee gehabt, den Abschied musikalisch zu geleiten. Die Musiker begleiteten Lauxtermann zu einem historischen Löschgruppenfahrzeug von 1966, das den scheidenden Stadtbrandmeister mit seiner Ehefrau symbolisch in den Ruhestand nach Hause fuhr.

Lauxtermanns Nachfolger als Stadtbrandmeister ist sein bisheriger Stellvertreter Markus Bergen. Neuer stellvertretender Stadtbrandmeister ist Matthias Kienel. Dietrich Bettenbrock, Leiter der Berufsfeuerwehr Osnabrück, beförderte Bergen gleichzeitig zum Abschnittsmeister und Kienel zum Hauptbrandmeister.

(Weiterlesen: Kritische Töne beim Neujahrsempfang der Feuerwehr Osnabrück)


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