Veranstalter begeistert Etwa 700000 Besucher waren auf der Maiwoche 2016 in Osnabrück

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Osnabrück. Gutes Wetter, tolle Stimmung, kaum nennenswerte Zwischenfälle und zwei neue Bühnenstandorte, die sich auf Anhieb bewährt haben: Veranstalter, Akteure und Besucher zeigen sich von der 44. Maiwoche begeistert.

„Gelungen“ steht dick und fett über dem Fazit, das die Osnabrück Marketing und Tourismus GmbH (OMT) zur diesjährigen Maiwoche zieht. „Die Temperaturen ließen von T-Shirt bis zur Winterjacke jede Bekleidung zu“, sagt OMT-Geschäftsführerin Petra Rosenbach zum Wetter - was der Besucherfrequenz keineswegs geschadet hat. Sie schätzt, dass 700.000 Besucher auf der Maiwoche waren. Denn auch wenn es abends bisweilen ganz schön kalt wurde, war es erfreulich, dass es während der zehn Tage kaum geregnet hat.

106 Musikacts auf sieben Bühnen hatten beim Publikum für große Augen, Begeisterung und bombastische Stimmung gesorgt. Ob die Piraten, die den Ledenhof enterten, ob Michael Jackson-Gitarristin Jennifer Batten auf dem Marktplatz oder die Schlagerschlampen am Neumarkt, viele Musiker sorgten dafür, dass die Areale vor den Bühnen rappelvoll waren und die Besucher mit guter Musik aller Stilrichtungen in Stimmung gebracht wurden.

Zweifel ausgeräumt

Hatte es vor dem Start der Partysause noch Zweifel und Bedenken bezüglich der neuen Bühnenstandorte gegeben, so hatten die sich schon bald zerstreut. Vor allem der Ledenhof erwies sich als optimale Live-Kulisse. Man fragte sich, warum dieser Platz, der ja in den 1970er Jahren unter anderem als Konzert- und Veranstaltungsort konzipiert worden war, so in Vergessenheit geraten konnte. Zeitzeugen berichten von einem Konzert mit Osnabrücker Rockbands Ende der 70er Jahre, das angeblich wegen Beschwerden vom benachbarten Seniorenheim auf Jahrzehnte das letzte gewesen sein soll. Offenbar sind die älteren Mitbürger heutzutage aufgeschlossener als früher: „Wir haben keine Beschwerden bekommen“, erklärt Gerald Oppermann von der Firma Timezone, die hier das Bühnenprogramm für ein jüngeres Publikum organisiert hat. Er schwärmt geradezu von dem Platz: „Optimale Größe, tolle Atmosphäre. Die Leute blieben auch, nachdem die Musik schon zu Ende war.“ Auch Veranstalter Stephan Viehoff zeigte sich höchst zufrieden über die arena-ähnliche Beschaffenheit des Platzes und die Besucherfrequenz: „Es herrscht eine hohe Aufenthaltsqualität.“

Autos und Busse als Störfaktor

Nicht ganz so gemütlich wegen des Durchgangsverkehrs erwies sich das Areal am Neumarkt, auf dem Busse und Autos lediglich durch hohe Absperrgitter mit Sichtschutz von den feierwilligen Maiwochenbesuchern getrennt waren. Doch das schien niemanden wirklich zu stören, denn egal, ob die hier vom Rosenhof präsentierte finnische Spaßband Steve´n´Seagulls oder die Coverband Faders Up auf der Radio 21 Bühne standen, der Platz war gut gefüllt, die Stimmung fantastisch. Allerdings mahnten die Veranstalter wieder mal die Gewohnheit vieler Besucher an, sich selbst mit Getränken zu versorgen. Wenn an den Getränkeständen nicht genug Umsatz gemacht werde, könnten die für das Publikum kostenlosen Bühnenprogramme nicht finanziert werden.

Friedlicher Verlauf

Damit hat das Alando-Maidorf keine Probleme, denn hier achtet das Ordnungspersonal darauf, dass keine Getränke „importiert“ werden. Während auch hier die Stimmung passte und ausgelassen auf den Tischen getanzt wurde, gab sich das Hasestraßenfest am zweiten Wochenende diesmal reduziert: Nur drei statt der sonst üblichen vier oder gar fünf Bühnen boten ein Liveprogramm. Insgesamt ausgesprochen friedlich sei die Maiwoche verlaufen. Das Sicherheitsteam, bestehend aus Polizei, Rettungsdiensten, Feuerwehr und Ordnungsamt der Stadt, vermerkte eine geringe Zahl an Einsätzen. Bezüglich des neuen Sicherheitskonzepts sagte Petra Rosenbach von der OMT: „Das beste Sicherheitskonzept ist das, welches nicht angewandt werden muss!“


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