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Sitz im Stadtparlament für Siekmeyer Osnabrück: Piraten entern den Rat der Stadt

Für die Piraten im Rat: Stephan SiekmeyerFoto: HehmannFür die Piraten im Rat: Stephan SiekmeyerFoto: Hehmann

Osnabrück. Was viele erwartet hatten, dass nämlich die Partei der muslimischen Osnabrücker in den Rat einzieht, kam nicht zustande. Dafür gab es eine kleine Überraschung: Die Piratenpartei wird voraussichtlich mit einem Sitz im Osnabrücker Stadtparlament vertreten sein. Nach aktuellem Stand wird Stephan Siekmeyer die Piratenflagge im Ratssitzungssaal hochhalten.

Gespannt verfolgte auch Pirat Kevin Price mit einigen Parteifreunden, zum Teil in auffällig orangefarbenen T-Shirts, die langsam eintröpfelnden Wahlergebnisse an der Großbildleinwand im Kongresssaal der Stadthalle.

Zeitweilig schien es sogar, dass die Piraten mit zwei Mitgliedern in den Rat einziehen würden.

Für die Ratsarbeit haben die Piraten auch schon eine Kooperations-Idee entwickelt. Sprecher Kevin Price teilte noch am Abend mit: „Spannend wird jetzt im Nachgang, ob es vielleicht noch zu Fraktionszusammenschlüssen kommt. Dass UWG und Piraten beide mit nur einem Sitz gewählt wurden, schreit irgendwie geradezu nach Gesprächen.“ Dabei spielen für die Piraten nicht nur taktische Gründe ein Rolle. Price gegenüber der NOZ: „Denn auch inhaltlich passt es ja einigermaßen.“

Die Muslimisch-Demokratische Union (MDU), der einige durchaus einen Überraschungserfolg zugetraut hätten, landete mit 0,84 Prozent der Stimmen abgeschlagen auf dem vorletzten Platz vor Schlusslicht ÖDP (0,23 Prozent).MDU-Chef Erhat Toka war gestern Abend nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.


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