Fairkatert Festival 2016 Osnabrück bekommt ein faires Musik-Festival

Freut sich auf ein faires Festival: Patrick Meyer, Organisator des ersten „Fairkatert Festivals“ Osnabrück. Foto: Jörn MartensFreut sich auf ein faires Festival: Patrick Meyer, Organisator des ersten „Fairkatert Festivals“ Osnabrück. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Faire Preise, faire Getränke, faire Bands: Am 16. und 17. Juli soll in der Halle Gartlage das erstes „Fairkatert Festival“ Osnabrücks stattfinden. Auf die Beine gestellt wird es von Patrick Meyer. Sein Antrieb: ein ideologischer.

Als begeisterter Festivalgänger erlebt Patrick Meyer regelmäßig Konzerte, wie er sie nicht mag – organisiert von großen Agenturen, die ohne Herz, dafür mit Blick auf möglichst großen Profit an die Sache herangehen. „Das geht auch anders“, sagt der 28-jährige Osnabrücker. Und hat einfach selbst ein Festival auf die Beine gestellt.

Blauäugig ist Patrick Meyer nicht an die Sache herangegangen. Unter anderem hat er das „Sonnensystem“ beim Stemweder Open Air Festival mitorganisiert, war im Orga-Team für mehrere Demonstrationen in Osnabrück, hat die Foodsaver Osnabrück mitbegründet, mehrere Demonstrationen und schließlich noch drei Jahre lang beim Zirkus Roncalli gearbeitet. „Und an der Maiwoche pfusche ich auch gerade etwas rum“, sagt der 28-Jährige und lacht. Aber im Ernst: „Mit Behördengängen bin ich gut vertraut.“ Sorge, dass er mit dem Festival, für das er privat haftet, baden gehen könnte, hat er nicht.

Teil des Ticketpreises wird gespendet

Dank seiner guten Kontakte konnte er auch mit den Bands aus Osnabrück, die beim Festival auftreten sollen, gute Deals aushandeln. Mit dabei werden unter anderem das DJ-Kollektiv „Serum“, die Bands „Insolvent Insomniacs“ und „Blazin‘ Vibez“ sowie „Trust in Bass“ sein. Ebenfalls am Festival teilnehmen werden die Musikkollektive „Stammtisch Mortale“ aus Osnabrück und „Tiefgang“ aus Minden.Weibliche Unterstützung kommt aus Berlin: Die DJane Cinthie wird am Samstag auflegen.

Auch die Preise sollen fair sein: 34 Euro kostet das Wochenendticket an der Abendkasse, ein Tagesticket gibt es für 18 Euro. „15 Prozent vom Ticketpreis gehen an gemeinnützige Vereine“, sagt Meyer. Und zwar an den Kulturverein Petersburg und den Exil e.V., der sich für Flüchtlinge einsetzt.

Faire Getränke

Sogar bei den Getränken soll es fair zugehen. „Es muss nicht immer Coca Cola oder Pepsi sein“, sagt Meyer. Also gibt es Fritz Cola, das Wasser kommt von „Viva con agua“, das Bier vom Rampendahl. T-Shirts liefert der Skateshop „Montur“ aus der Hasestraße.

Ob er denn ein Vorbild für sein Festival habe? „Ja, klar. Live Aid.“ Das Benefizkonzert, das Bob Geldof 1985 zugunsten Afrikas mit Stars wie Dire Straits, Queen, U2 und Bob Dylan organisiert und das 2005 als „Live 8“ eine Fortsetzung fand. Kopfschütteln? Stirnrunzeln? „So reagieren die meisten, wenn ich das sage.“ Patrick Meyer lacht. „Aber irgendwie muss ja mal einer anfangen.“

Tickets gibt es auf www.fairkatert.de .


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